Freitag, 04. Mai 2018, 21:20 Uhr

Florence Welch: Schlechter Umgang mit dem Rockstar-Leben

Florence Welch gibt zu, in der Vergangenheit oftmals verkatert oder gar nicht zu Bandproben erschienen zu sein. Grund dafür sind wilde Party-Nächte gewesen, die der Sängerin zum damaligen Zeitpunkt wichtiger erschienen, als die Produktion ihrer ersten beiden Alben.

Florence Welch: Schlechter Umgang mit dem Rockstar-Leben
Foto: Phil Lewis/WENN.com

Nun soll die Frontfrau der Band Florence and the Machine nach ihren ersten zwei Alben ‚Lungs‘ und ‚Ceremonials‘ aber etwas ruhiger geworden sein. So war sie bei ihrem neuen Album ‚High as Hope‘ zum ersten Mal von Anfang an Teil der Produktion. In einem Gespräch mit BBC Radio 1 gestand die Sängerin: „Es ist interessant, da ich normalerweise nach einer Tour nicht aufhören konnte. Ich würde einfach trotzdem weiter Party machen. Aber dieses Mal, naja, dieses Mal ging es sofort wieder zurück ins Studio. Eigentlich würde ich nach einer Tour einfach völlig verkatert oder gar nicht auftauchen. Es kam auch schon vor, dass ich weinend ankam.“

„Ich war verwirrt“

Die 31-jährige Sängerin erklärte, dass sie sich als Rockstar einfach dazu berufen fühlte, auch das Leben eines Rockstars zu führen. Und wie jeder weiß, beginnt diese Lebensweise stets mit einem Drink. Welch fand jedoch schnell heraus, dass „Kreativität“ weit mehr erfordert als einen „berauschenden“ Lebensstil. Sie fügte hinzu: „Ich war verwirrt, doch fand meinen Weg zurück. Ich erkannte, dass ich mich nicht so benehmen muss, um erfolgreich zu sein. Denn die Kreativität war das, was mir den besten Rausch bescherte.“

Neues Album kommt

Übrigens: Florence Welch + The Machine haben den Release ihrer vierten LP „High As Hope“ für den 29. Juni angekündigt. Passend zur Albumankündigung gibt es natürlich auch eine erste Single zu hören: „Hunger“ besticht durch die für Florence charakteristischen intimen Lyrics, die sich in diesem Fall damit beschäftigen, wie wir versuchen die Löcher in unserer Seele mit Liebe, Hass, Besessenheit oder Abhängigkeit auszufüllen. Florence selbst erläutert die Bedeutung von „Hunger“ folgendermaßen:

„Dieser Song handelt davon, wie wir nach der Liebe suchen, wo keine Liebe ist und wie die Versuche, sich weniger allein zu fühlen, einen manchmal noch mehr isolieren können. Ich glaube, ich habe mich verwundbarer gemacht, um eine Verbindung herzustellen, denn vielleicht fühlen viele so und sind dann in der Lage, es zuzugeben. Wenn Du manche Sachen nicht aussprechen kannst, dann kannst du sie singen.“