Dienstag, 08. Mai 2018, 23:19 Uhr

"Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm": Der erste Trailer!

?Klingt altmodisch, ist es aber nicht! Die berühmte „Dreigroschenoper“?, wie man sie noch nie gesehen hat, kommt am 13. September ins Kino! Anspielungsreich, überbordend musikalisch und sehr frech.

"Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm": Der erste Trailer!
Foto: Wild Bunch/Stephan Pick

„Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“ ist hochkarätig besetzt mit dem großartigen Lars Eidinger als Brecht, Tobias Moretti als Macheath, Hannah Herzsprung als Carola Neher und Polly, Joachim Król als Peachum, Claudia Michelsen als Frau Peachum un d Robert Stadlober als Kurt Weill. Ferner mit von der Partie sind Peri Baumeister als Elisabeth Hauptmann, Britta Hammelstein als Lotte Lenja und Seeräuber-Jenny, Meike Droste als Helene Weigel, Christian Redl als Tiger Brown und Max Raabe als Moritatensänger.

Wie Realität und Fiktion verschmelzen

Joachim A. Lang (?George?, ?Brecht ? Die Kunst zu leben?) interpretiert in seinem Kinofilmdebüt den Welterfolg von Brecht und Weill völlig neu. In einem fulminanten und fiebrigen filmischen Kraftakt lässt Lang Realität und Fiktion verschmelzen, wechselt fließend zwischen Brechts Kampf gegen die Filmindustrie und dessen Verfilmung der ?Dreigroschenoper?, wie es sie niemals gab und sie hier vor den Augen des Publikums dennoch entsteht.

Dabei lässt Lang den Dichter in seinen Worten sprechen: Alles, was Brecht im Film sagt, beruht auf Zitaten aus dessen gesamtem Werk und Leben.

"Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm": Der erste Trailer!
Foto: SWR/ Alexander Kluge

Und die Dreigroschenhandlung führt nun bis in die Gegenwart, die Gangster werden am Ende Bankiers, moderne Beherrscher des Geldmarkts. Filmunterhaltung auf höchstem Niveau ? ein Stoff und eine Form, deren Radikalität und Aktualität ihresgleichen suchen.

Und darum geht’s

Nach dem überragenden Welterfolg von ?Die Dreigroschenoper? will das Kino den gefeierten Autor des Stücks für sich gewinnen. Doch Bertolt Brecht (Lars Eidinger) ist nicht bereit, nach den Regeln der Filmindustrie zu spielen. Seine Vorstellung vom ?Dreigroschenfilm? ist radikal, kompromisslos, politisch, pointiert. Er will eine völlig neue Art von Film machen und weiß, dass die Produktionsfirma sich niemals darauf einlassen wird. Ihr geht es nur um den Erfolg an der Kasse.

Während vor den Augen des Autors in seiner Filmversion der Dreigroschenoper der Kampf des Londoner Gangsters Macheath (Tobias Moretti) mit dem Kopf der Bettelmafia Peachum (Joachim Król) Form anzunehmen beginnt, sucht Brecht die öffentliche Auseinandersetzung. Er bringt die Produktionsfirma vor Gericht, um zu beweisen, dass die Geldinteressen sich gegen sein Recht als Autor durchsetzen ? Ein Dichter inszeniert die Wirklichkeit ? Das hat es noch nie gegeben!