R. Kelly: Zellennachbar zeichnete Comic über gemeinsame Zeit im Knast

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 11.11.2021, 13:10 Uhr

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Ein Tag im Knast mit R. Kelly: Der ehemalige Zellenmitbewohner des Musikers widmete dem gemeinsamen Knastalltag einen Comic.

Wer immer schon mal wissen wollte, wie sich eine Knastfreundschaft mit R. Kelly anfühlt, sollte sich das mal anschauen. Brendan Hunt (37), der Ex-Zellennachbar des in Ungnade gefallenen Musikers, veröffentlichte ein Comic über die Beziehung der beiden.

Ein Tag im Knast mit R. Kelly

„Prison Comics“ heißt das Werk von Hunt, der darin den gemeinsamen Alltag beschreibt. Neben Yoga und Sport steht bei den beiden auch Musikhören auf dem Programm. Hunt kannte den prominenten Co-Häftling, mit dem er zwei Wochen lang eine Zelle bewohnte, laut eigenen Angaben gar nicht. Kelly habe sich dann aber eindrücklich vorgestellt: I„ch bin der größte R&B-Star in der Geschichte der Menschheit! Wie kann es sein, dass du R. Kelly nicht kennst?“, so der Musiker angeblich empört. Daraufhin machte er Hunt mit seine Musik bekannt.

Einen kleinen Einblick auf das Comic gibt es hier:

Details zu R. Kellys Knastkumpanen

Um ein Unschuldslamm handelt es sich beim Comiczeichner freilich nicht:  Hunt hatte im April 2014 mit der Ermordung von Politikern gedroht. Die Comics hatte Hunt beim Bundesgericht in Brooklyn eingereicht — als Teil seines Entlassungsantrags.

R. Kelly wird bei einer Gerichtsverhandlung vorgeführt.

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/ Antonio Perez

Gefallener Popstar

Der Fall R. Kelly ist in der Musiklandschaft einzigartig: In den 1990er-Jahren einer der großen Soul- und Popstars, ist er mittlerweile nur noch mit schweren Vorwürfen gegen seine Person in den Schlagzeilen. Kelly werden mehrfach sexueller Missbrauch und sexuelle Handlungen mit Minderjährigen vorgeworfen. Im Januar 2019 sorgte eine Dokumentation mit dem Namen „Surving R. Kelly“ für Aufsehen: Darin sprachen etliche Opfer über Missbrauch und Manipulation, die sie durch Kelly erfahren hatten. Kelly wurde 2021 im Missbrauchsprozess schuldig gesprochen. Ihm drohen zehn Jahre Haft.