Roland Kaiser: So erlebte der Schlagerkönig den Tod seiner Adoptivmama

Tony PolandTony Poland | 19.10.2021, 16:00 Uhr
Roland Kaiser: So erlebte der Schlagerkönig den Tod seiner Adoptivmama
Roland Kaiser: So erlebte der Schlagerkönig den Tod seiner Adoptivmama

IMAGO / BOBO

Die Hits von Roland Kaiser drehen sich nur zu gerne um die „Sonnenseite“ des Lebens. Doch für den Sänger gab es auch schon viele dunkle Wolken. Der Schlagerstar beschreibt in seiner neuen gleichnamigen Autobiografie auch die Schattenseiten der Vergangenheit.

Schlagerstar Roland Kaiser gehört auch mit 69 und mehr also 90 Millionen verkauften Tonträgern nicht zum alten Eisen. Der Grandseigneur des deutschen Schlagers bewegt seit fast 50 Jahren noch immer die Massen. Alleine „Schach Matt“, „Dich zu lieben“, „Joana“ oder „Ich glaub es geht schon wieder los“ und „Warum hast Du nicht Nein gesagt“ sind Ohrwürmer für die Ewigkeit.

Leider mussten viele Fans in letzter Zeit auf Live-Auftritte ihres Helden verzichten. Denn viele Konzerte fielen aufgrund der Corona-Pandemie reihenweise aus.

Die freie Zeit hat der „Santa Maria“-Interpret allerdings genutzt. Kaiser ist erneut unter die Autoren gegangen und hat nach „Atempause“ (2009) eine zweite Biografie geschrieben. In „Sonnenseite“ berichtet er von ganz dunklen Ereignissen seines Lebens.

Roland Kaiser: Tod der Adoptivmutter belastete ihn

Ein großes Kapitel in dem im Oktober erschienenen Werk nehmen besonders die ersten Lebensjahre ein. Denn die verbrachte der Schlagergott bei seiner Adoptivmutter. Seine leibliche Mutter wurde schon mit 16 Jahren schwanger, setzte ihren Sohn nach der Geburt als Findelkind in einem Korb aus und gab ihn dann zur Adoption frei.

Der junge Roland, der damals noch seinen bürgerlichen Namen Ronald Keiler trug, wuchs in Berlin-Wedding auf.

Nach Schlaganfall von der Leiter gefallen

Mit seiner Pflegemutter hatte Kaiser ein besonders enges Verhältnis. Als er 15 Jahre alt war, fiel sie beim Aufhängen der Gardinen aufgrund eines Schlaganfalls von der Leiter. Drei Wochen später verstarb sie. „Es war eine schwierige Zeit, ein besonderer Einschnitt. Ich wusste nicht, wie es weiter ging und hatte Sorge, ins Heim zu kommen“, gesteht er heute.

Besonders die große Familie in Berlin gab dem trauernden Jugendlichen damals Halt. Der Trauerprozess dauerte dennoch lange. „Ein paar Jahre nach dem Tod meiner Mutter konnte ich damit abschließen. Es ist wie es ist, ich hatte damit nicht lebenslang zu kämpfen“, sagte er der dpa.

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Die neue Autobiografie „Sonnenseite“ erschien am 18. Oktober.

Foto: Penguin Random House/Heyne Verlag

Roland Kaiser: Ein neues Leben seit 2010

Vor zehn Jahren wurde Kaiser quasi ein zweites Mal geboren. Denn nach einer chronischen Lungenerkrankung bekam der Kultsänger eine neue Lunge transplantiert. Zuvor litt er an der unheilbaren Lungenkrankheit COPD, ohne Eingriff wäre der Ehemann von Silvia Keiler gestorben.

„Ohne meine Familie hätte ich es damals nicht geschafft.“

Der Schlagerstar kämpfte mit den typischen Symptomen, mit Atemnot und roten Augen. Den Moment, als Tochter Anna-Lena (heute 22) ihren Vater nach der Transplantation erstmals sah, vergisst er nie.

„Sie sagte zu mir: „Papa, du siehst so schön aus. Du hast so schöne Augen.“ Da musste ich um Fassung ringen. Zum ersten Mal sah mich meine Tochter nicht wie ein Alien, sondern als ganz normalen Mann“, blickte er in der Bild Zeitung zurück.

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Frau Silvia und Tochter Anna-Lena sind eine große Stütze für den Schlagerstar

IMAGO / Future Image

Die „Kaisermania“ kehrt 2022 zurück

Bis heute lebt der Charmeur mit der neuen Lunge, damit ihn bei seinen Konzert-Marathons nicht die Puste ausgeht. Denn die nächste Zeit verspricht einen vollen Terminkalender. Eines der ganz großen Highlights im kommenden Jahr wird wieder die „Kaisermania“ am Dresdner Elbufer sein.

Nachdem die beliebte Reihe in den vergangenen Jahren aufgrund Corona nicht stattfinden konnte, geht das größte Open-Air-Konzert des Frauenschwarms 2022 in eine neue Runde. Und das Beste: Die Kult-Konzertreihe verspricht so viel Kaiser wie noch nie!

Denn zu Ehren seines 70. Geburtstags am 10. Mai macht die Stadt Dresden ihrem Roland ein ganz besonderes Geschenk: Zwischen dem 29. Juli und dem 6. August wird es ganze sechs „Kaisermania“-Shows geben! An jedem Wochenende finden jeweils drei Konzerte statt – für jeweils rund 40.000 Fans. (TP)

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