Sonntag, 17. November 2019 20:15 Uhr

10-Jährige schockt mit diesem Weihnachts-Wunschzettel

Foto: Twitter/A_Johnson412

Alle Jahre wieder dürfen uns unsere lieben Kleinen pünktlich zu den Festtagen mit einem Wunschzettel für den Weihnachtsmann überraschen.

Der Brauch ist Jahrhundert alt. Die frühesten Hinweise darauf gibt es aus dem 17. Jahrhundert. Nur umfassten die Zettelchen seinerzeit keine Konsumgüter, sondern die hatten schlichtweg blumig ausgeschmückte Danksagungen.

Ein Johann Hieronymus Jantzen aus Hamburg zum Beispiel habe 1782 diese beeindruckenden Zeilen verfasst: „Vater! Mit Entzücken nenn ich diesen Namen“. Ohne Gegenleistungen zu erwarten. Mann kann es so zusammenfassen: Die ersten Wunschzettel waren nicht Briefe an den Weihnachtsmann, sondern schlichte Danksagungen an den lieben Gott und die lieben Eltern oder Patenonkel und – tanten, wusste der Kunst- und Kulturhistoriker Torkild Hinrichsen schon vor sechs Jahren zu berichten. Sein Fazit: „Wunschzettel sind immer ein Spiegel ihrer Zeit“

10-Jährige schockt mit diesem Weihnachts-Wunschzettel

Marijus Auruskevicius/Shutterstock

Dass sich dieser Brauch längst in eine andere, eher unbescheidene Richtung verschoben hat, spüren Millionen Eltern jedes Jahr schmerzlich auf’s Neue.

„Meine Tochter muss verrückt geworden sein“

Ein besonderes dreistes Exemplar veröffentlichte jetzt ein verzweifelter Familienvater aus Los Angeles bei Twitter. Die 10-Jährige Tochter hat – ob nun auf Geheiß der Eltern oder nicht, ist nicht überliefert – ihren Wunschzettel ohne großes Trala in Schönschrift verfasst. Nun ist der Herr Erzeuger mit der Gattin dran. Schöne Bescherung!

Ein erster Schritt war jedenfalls diese Woche die Veröffentlichung des Dokuments bei Twitter. Dazu schrieb er: „Meine 10-jährige Tochter muss mit dieser Weihnachtsliste verrückt geworden sein“.

Quelle: twitter.com

Auf der Liste finden sich neben so überschaubaren Sachen wie ein neues Sport-Trikot, ein Wecker (nützlich!), Puppen, ein Puppenauto oder einer Trinkflasche (trendy!) diese zeitgemäßen Wünsche:

– ein iPhone 11
– Air pods
– Neues Mac Book Air
– eine Chanel-Tasche
– Gucci Sandalen
– eine GoPro Kamera
– einen echten Hase
– Klamotten für den Hasen
– ein Kinder-Auto
– Klamotten
– Make Up
– Parfüm
– Ohrringe vom Juwelier
– Puma-Schuhe in Pink
– 4.000 Dollar

Wenn alles gut geht, kriegt die unverschämte Göre das ganze Zeug. Dann sollte sich wenigstens bedanken mit diesen Worten: „Vater! Mit Entzücken nenn ich diesen Namen“.

Was sagst Du zu diesem Wunschzettel?

Sind die Eltern doch selber schuld!
Sowas kenne ich auch.
Das ist nicht mehr lustig.

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