Sonntag, 21. Oktober 2018 22:50 Uhr

100 Filme, die man gesehen haben muss: „Das fünfte Element“

Neues aus unserer Serie „100 Filme, die man gesehen haben muss“: Heute widmen wir uns dem Chaos im Weltraum in „Das fünfte Element“ aus dem Jahr 1997. Die Wiederaufführung fand 2017 statt.

100 Filme, die man gesehen haben muss: „Das fünfte Element“

Foto: Universum Film/ WENN.com

Der französische Regisseur Luc Besson zeigt in all seinen Filmen ein eigene Handschrift. Das große Kind, wie er oft genannt wird, hat sich seine überbordende Fantasie erhalten und sie sprudelt und sprudelt… Jeder Besson-Film hat mindestens einen wirklich großen Kinomoment. Seine Ideenkombinationen sind einzigartig in der Filmgeschichte. Sowohl Story als auch der Look seiner Filme gehen auf sein Mastermind-Konto. Besson ist einer der umtriebigsten Regisseure und das Schöne ist, dass er sich nicht wiederholt.

„Das fünfte Element“ ist alterslos

Mit Filmen wie „Im Rausch der Tiefe“, „Leon der Profi“, „Nikita“ und „Das fünfte Element“ hat Luc Besson Meilensteine im Geschichten erzählen gesetzt. In unserer Reihe der 100 Filme, die man gesehen haben muss, haben wir uns für „Das Fünfte Element“ entschieden, weil der Science-Fiction-Film 1997 gedreht ist und heute noch genau so innovativ wie vor mehr als 20 Jahren daherkommt. Das mag daran liegen, dass das Spektakel Handlungsebenen miteinander verwebt, die, nun ja, als herausfordernd gesehen werden können.  Der Film bezieht sich auf die Urtypen des Erzählens, die Heldengeschichte und die Abenteuerreisen großer Entdecker. Es geht sowohl ins alte Ägypten, als auch in das New York der Zukunft 2214. Herausgekommen ist eine spannende Weltraumstory mit Witz und Chaos und einer großen Liebesgeschichte.

Ein Ex-Elitekämpfer als Taxifahrer

Der Taxifahrer Korben Dallas (Bruce Willis) ist ein abgehalfteter Typ. Früher war er mal bei der Armee, aber jetzt – es ist das Jahr 2214 – düst er mit seinem gelben Taxi zwischen den vielen Fahrebenen in luftiger Höhe und transportiert alles, auch Fahrgäste, die ihm gerade durch die Decke seines Fahrzeugs gekracht sind. Leeloo (Milla Jovovich) spricht zwar ganz aufgeregt von ihrem Auftrag auf der Erde, dass Dumme ist nur: Korben versteht nur Bahnhof. Mondarianisch? Was ist das denn? Leeloo ist so anders, dass Korben ein Herz aus Stein haben müsste, sie der Polizei auszuliefern. Und zack, ist er drin im Abenteuer, die Welt vor dem Bösen zu retten. Das klingt doch schon sehr nach Bruce Willis, oder?

Die vier Elemente

Aber er ist nur ein Teil der großen „Rette die Welt“-Geschichte. Leeloo muss zu ihrem Verbindungsmann auf der Erde, dem Priester Vito Cornelius (Ian Holm, „Der Herr der Ringe“, „Alien“, „From Hell“). Cornelius trifft der Schlag, als ihm klar wird, dass die junge Frau das Fünfte Element ist. Ohne ihren Einsatz wird die Welt zerstört werden. Aber wo sind die vier Steine, welche Feuer, Wasser, Wind und Erde symbolisieren? Die Steine gehören an eine Kultstätte in Ägypten, nur dort kann sich ihre Wirkung entfalten. Ansonsten heißt es Arrivederci Welt. Tick-Tack, der Countdown läuft und setzt die Rahmenhandlung im „Fünften Element“. Ein Terroranschlag kappt die uralte Verbindung zu den Steinebewahrern. Dahinter steckt eine Art Adolf-Hitler-Verschnitt, Jean-Baptiste Emanuel Zorg (Gary Oldman), dem der Blick fürs große Ganze durch seine Gier nach Profit irgendwie verloren gegangen ist. Auf beiden Seiten werden Allianzen gebildet – Zorg setzt auf die militärische Schlagkraft der Mangalores.

100 Filme, die man gesehen haben muss: „Das fünfte Element“

Foto: Universum Film

Das fünfte Element

Das ist auf der einen Seite Leeloo, die sich mit den anderen vier Elementen verbinden muss und dringend auf Hilfe angewiesen ist. Die Hilfe kommt etwas widerborstig daher und beginnt mit dem Taxifahrer, nimmt dann aber Fahrt auf mit dem Priester, der immerhin schon weiß, worum es geht. Dumm nur, dass der alte Mann sich mit seinen Warnungen nicht durchsetzen kann, schon gar nicht beim Präsidenten der vereinten Territorien. Die Präsenz des Bösen in Form eines gigantischen Planeten, der auf die Erde zurast, setzt auch den Zeitrahmen der Story.

Das Team Leeloo bekommt Zuwachs durch den Paradiesvogel Ruby (Chris Tucker). Der Radiomoderator ist auch nicht gerade freiwillig mittenmang. Was Chris Tucker als durchgeknallter Moderator leistet, sind großartige, schrille Momente, die vom bärbeißigen Korben geschnitten werden – der Effekt ist herrlich komisch! Gottseidank hat Chris Tucker sich nicht abschrecken lassen und die Herausforderung für seine Rolle als Berichterstatter Ruby angenommen. Exaltiert, modisch jenseits von allem, total überdreht und hip, was im „fünften Element“ „grün“ heißt, hat Tucker seine Figur an den Bühnenauftritten von Michael Jackson und Prince angelegt. Der große Showdown in der Kultstätte der fünf Elemente beschließt das Spektakel.

Fazit

„Das Fünfte Element“ ist ein wildes Weltraumabenteuer! Luc Besson ist so was wie der Georg Lucas von Frankreich – nur viel besser. Bessons „Fünftes Element“ ist ein ganz großer Wurf geworden – das Drehbuch und visuelle Umsetzung sind grandios. Vorneweg ist Bruce Willis zu nennen, der es schafft, den Bogen zwischen seiner Resignation, die sein Leben als Taxifahrer bestimmt und seinem Sinn für Witz und Abenteuer, die Dinge so zu nehmen, wie sie kommen.

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