2021 ertranken mindestens 299 Menschen beim Baden

dpadpa | 17.03.2022, 12:21 Uhr
Eine Notrufsäule der DLRG an einem Badesee im Ortsteil Veenhusen im niedersächsischen Moormerland.
Eine Notrufsäule der DLRG an einem Badesee im Ortsteil Veenhusen im niedersächsischen Moormerland.

Hauke-Christian Dittrich/dpa

So wenige tödliche Badeunfälle gab es schon lange nicht mehr wie im vergangenen Jahr. Doch Experten warnen: Immer weniger Kinder lernen sicheres schwimmen.

In Deutschland sind im vergangenen Jahr so wenige Menschen bei Badeunfällen ertrunken wie seit über 20 Jahren nicht mehr.

Mindestens 299 Menschen ertranken – rund 20 Prozent weniger als 2020, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mitteilte.

Opferzahlen gesunken

„Damit haben wir für das Jahr 2021 den niedrigsten Stand seit 2000 verzeichnet, als wir anfingen, die Zahlen systematisch zu erheben“, sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Die Zahl der Ertrunkenen sei im dritten Jahr in Folge gesunken, was überraschend sei: In der Pandemie seien mehr Unfälle erwartet worden, die meisten Menschen seien an und in Gewässern aber wohl vorsichtig gewesen.

57 Prozent der Ertrunkenem mit bekanntem Alter waren den Angaben zufolge älter als 50 Jahre, betroffen sind aber auch immer wieder Kinder und junge Menschen. 17 Kinder im Alter bis zehn Jahre ertranken 2021, sechs weniger als ein Jahr zuvor. Unter den 11- bis 20-Jährigen gab es einen Anstieg von 26 auf 30 Todesfälle. „In diesem Zusammenhang betrachten wir mit großer Sorge, dass heute immer weniger Kinder sicher schwimmen können“, sagte Vogt. Sie forderte mehr Schwimmbäder und mehr ausgebildetes Personal an den Schulen. Nur 40 Prozent der Zehnjährigen könnten sicher schwimmen.