08.07.2020 14:39 Uhr

90er-Jahre E-Rotic-Star Lyane Leigh: „Die Lage ist für uns katastrophal!“

Die ganze Welt leidet aktuell unter der Corona-Pandemie und ihren Folgen. Nach und nach kämpfen sich die Länder Schritt für Schritt zurück in Richtung Normalität, doch die scheint aktuell noch denkbar unerreichbar.

Nico Schimmelpfennig

Vor allem Menschen in künstlerischen Berufen leiden unter der aktuellen Situation, da sie momentan gar nicht oder nur eingeschränkt arbeiten können. Clubs, Festivals und Messen können vorerst nicht wieder ihre Pforten öffnen. Die Zukunftsprognose ist ungewiss.

90er-Jahre E-Rotic-Star Lyane Leigh: "Die Lage ist für uns katastrophal!"

Nico Schimmelpfennig

„Die Lage ist für uns katastrophal!“

Damit läuft auch ein Spiel gegen die Zeit: Wie lange hält noch er Atem der Kulturschaffenden? Denn den meisten dürften demnächst die Ersparnisse ausgehen, wenn sie denn welche haben. Es sieht also nicht gut aus für Bands, Sänger, DJs, Comedians etc.

Ebenfalls betroffen ist auch 90-Jahre Dancefloor-Sternchen Lyane Leigh, die vor gut Dreijahrzehnten mit ihrer Band E-Rotic („Max Don’t Have Sex with Your Ex“) diverse frivole Hits ablieferte. Sie erklärt im Gespräch mit Klatsch-tratsch.de, dass nicht nur sie, sondern die ganze Branche unter dem aktuellen Konzert-und Festivalverbot leidet: „Die Lage ist für uns katastrophal, weil nicht feststeht, wann es weitergeht, wann wir wieder live Show machen können.“

Die Ersten die schließen, die Letzten die öffnen

Liane Hegemann, wie Lyane Leigh bürgerlich heißt, zeichnet ein düsteres Zukunftsszenario: „Ich bin nicht davon überzeugt, dass in diesem Jahr noch etwas stattfindet. Ich hoffe, dass es nächsten Sommer wieder weitergeht. Wenn es früher sein sollte, dann bin ich positiv überrascht.“ Allerdings habe sie da wenig Hoffnung, erklärt sie mit nüchterner Stimme.

Sie versuche den Schaden, so gut es eben geht, mit ihrem eigenen Label abzufedern. Hofft auf Jobs als Studiosängerin oder beim Fernsehen: „Damit etwas rein kommt.“

Es kann also nur gehofft werden, dass aus der Politik auch diesem Sektor geholfen werden kann, denn viele Kunstschaffende, Clubbetreiber etc. stehen vor dem großen Abgrund. Ihnen geht der Atem bald aus, wenn hier nicht schnell geholfen wird. Das bestätigt auch Pamela Schobeß vom Vorstand der Clubcommission – dem Verband Berliner Clubveranstalter:„Wir waren die ersten, die zugemacht haben, und werden wohl die letzten sein, die wieder aufmachen können.“

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