„A Quiet Place 2“: Alles neu beim Nachfolger des Überraschungshits?

Evelyn (Emily Blunt) und ihre Kinder kämpfen auch in "A Quiet Place 2" ums blanke Überleben. (stk/spot)
Evelyn (Emily Blunt) und ihre Kinder kämpfen auch in "A Quiet Place 2" ums blanke Überleben. (stk/spot)

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22.06.2021 13:24 Uhr

Vor rund drei Jahren mauserte sich "A Quiet Place" vom Horror-Geheimtipp schnell zum Kassenschlager. Kann da der zweite Teil, der am 24. Juni 2021 endlich auch hierzulande ins Kino kommt, mithalten?

Das Kino meldet sich am 24. Juni endlich zurück und zumindest im Fall des Horrorstreifens „A Quiet Place 2“ tut es das mucksmäuschenstill. Denn wie schon beim ersten Teil von und mit John Krasinski (41), der sich 2018 zu einem Überraschungshit aufschwang, kann in der apokalyptischen Welt voller Monster mit Supergehör jedes noch so leise Tönchen das letztes sein. Wo die Fortsetzung ansetzt und was sich im Vergleich zum Vorgänger geändert hat, gibt es hier zum Nachlesen. Achtung, es folgen Spoiler zu Teil eins!

Leise auf der Flucht: Darum geht es

Die tödliche Gefahr durch die ebenso grausamen wie geräuschempfindlichen Kreaturen ist noch immer allgegenwärtig. Jeder noch so kleine Laut könnte ihr letzter sein. Evelyn (Emily Blunt, 38) ist mit ihren Kindern Regan (Millicent Simmonds, 18), Marcus (Noah Jupe, 16) und dem Baby nun auf sich allein gestellt. Weiterhin muss die Familie ihren Alltag in absoluter Stille bestreiten. Als sie gezwungen sind, sich auf den Weg ins Unbekannte aufzumachen, merken sie schnell, dass hinter jeder Abzweigung weitere Gefahren lauern.

Wie die Inhaltsangabe schon andeutet, setzt „A Quiet Place 2“ umgehend an den Geschehnissen von Teil eins an. Ohne diesen gesehen zu haben, ergibt es daher wenig Sinn, mit dem zweiten einzusteigen. Wer das noch nachholen will, sollte daher ab hier mit dem Lesen pausieren. Für alle anderen noch einmal zusammengefasst, in welch (auswegloser?) Situation der erste Film seine Protagonisten zurückgelassen hat.

Keine Verschnaufpause: Hier setzt der Film an

Zur Erinnerung: Um das Leben seiner Kinder zu retten, opferte sich Vater Lee Abbott (Krasinski) am Ende von Teil eins. Trotz dieser heroischen Tat schien das Schicksal seiner Liebsten allerdings besiegelt. Doch als die schier nicht totzukriegenden Bestien der Familie gerade den Garaus machen wollten, entpuppte sich ausgerechnet das Störsignal des Hörgeräts der fast tauben Regan als deren Schwäche – das und ein gezielter Schrotflintenschuss. Mit dem Wissen eine Möglichkeit gefunden zu haben, die Welt von den Geschöpfen zurückerobern zu können, endete der erste Film.

Auch wenn Krasinski den Leinwandtod starb, gänzlich verzichten müssen die Zuschauer nicht auf ihn. In einer intensiven Flashback-Szene, die auch im Trailer zum Film zu sehen ist, wird gezeigt, wie Lee und Co. erstmals von der Existenz der Monster erfahren haben. Die männliche Hauptrolle im Sequel hat derweil ein Neuzugang inne: „28 Days Later“-Star Cillian Murphy (45) stößt im Verlauf des Films als Emmett zur flüchtenden Familie.

Rekord in den USA

Wie gut auch Teil zwei beim Publikum ankommt, beweisen die Zahlen aus dem USA, wo der Film bereits seit Ende Mai läuft. Insgesamt spielte die Fortsetzung am Eröffnungswochenende knapp 58,5 Millionen Dollar (rund 47,9 Millionen Euro) ein – eine Rekordsumme in Pandemiezeiten. „A Quiet Place 2“ konnte sogar noch mehr als sein erfolgreicher Vorgänger einfahren. Der spülte vor drei Jahren direkt nach dem Kinostart „nur“ rund 54,4 Millionen US-Dollar (44,5 Millionen Euro) in die Kassen.

Wie schon beim Original gilt auch bei der rund 100 Minuten langen Fortsetzung: Kinogänger können sich das Geld am Snack-Schalter sparen, wenn sie nicht den Missmut der anderen Zuschauer auf sich ziehen wollen. Denn auch das Sequel bleibt der Prämisse absoluter Stille zumeist treu und verwandelt auch den Kinosaal in einen ruhigen Ort – sofern der Nacho-Mann neben einem nicht trotzdem unverhohlen knuspert.