Donnerstag, 28. März 2019 15:16 Uhr

„Aktenzeichen XY“: Die legendäre Grusel-Stimme ist tot

Michael Brennicke, die legendäre Stimme von „Aktenzeichen XY“ ist tot. Der Sprecher verstarb bereits am Montag im Alter von 75 Jahren. Das berichtete zuerst die ‚Bild‘-Zeitung.

"Aktenzeichen XY": Die legendäre Grusel-Stimme ist tot

Moderator Rudi Cerne. Fioto: ZDF/Nadine Rupp

Brennicke war seit 1989 in den spannenden Einspielfilmen der quotenstarken Sendung zu hören. Seinen monotone, fast emotionslose Stimme war unverwechselbar und für viele Zuschauer zum Gruseln. Am gestrigen Mittwochabend lief im ZDF eine Ausgabe der Sendung zum Thema „Vorsicht Betrug!“ in der Brennicke dem Bericht zufolge zum letzten Mal zu hören war.

Martin Groß, Geschäftsführer der Produktionsfirma Securitel sagte gegenüber dem Blatt: „Seine Stimme war einzigartig und hat die Filme unserer Sendung geprägt. Wir verlieren mit ihm einen herausragenden Sprecher und einen wunderbaren Kollegen. Unser ganzes Beileid gilt seiner Familie.“

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Aktenzeichen XY … ungelöst (@50_jahre_xy) am Sep 25, 2017 um 11:26 PDT

Brennicke war gestern allerdings in drei von vier Filmen zu hören, obwohl er alles Filme bereits eingesprochen hatte. Da es noch eine Änderung gab, hatte ein Mitarbeiter der Produktionsfirma bei Brennicke angerufen und dann erfahren, dass der berühmte Sprecher verstorben sei.

„Aktenzeichen XY“ läuft seit 1967 im ZDF

Im Schnitt 5,64 Millionen verfolgten, was Rudi Cerne im ZDF-Reportagemagazin „Aktenzeichen XY-Spezial: Vorsicht, Betrug!“ ab 20.15 Uhr zu Abzockern zu berichten hatte, die arglosen Zeitgenossen mit angeblichen Gewinnen von Reisen das Geld aus der Tasche ziehen oder sie mit der Aussicht auf verlockenden Profit beim Spekulieren auf den Goldpreis hereinlegen. Der Marktanteil lag bei 18,2 Prozent.

Aktenzeichen XY… ungelöst“ gehört zu den beliebtesten Sendungen im deutschsprachigen Europa und ist im Programm des ZDF zu einem Markenzeichen geworden. Die Sendung hat Tradition, doch ihr Anliegen ist heute mindestens so aktuell wie bei der Erstausstrahlung im Oktober 1967: die Verbrechensbekämpfung zu unterstützen.

Die Zuschauer können dabei helfen, ungelöste Kriminalfälle aufzuklären, unbekannte Täter zu identifizieren und flüchtige Verbrecher aufzuspüren. In kurzen Filmen werden Verbrechen von Schauspielern nachgestellt. Danach werden die Zuschauer einbezogen. Kann jemand sachdienliche Hinweise zu den gezeigten Personen oder Gegenständen geben? Oft führen die Angaben der XY-Zuschauer zur Aufklärung der Taten. Die XY-Statistik beweist es.

„Themenlieferanten“ für die Beiträge in XY sind die Strafverfolgungsbehörden, also die örtliche Kriminalpolizei, die Staatsanwaltschaften, die Landeskriminalämter und das BKA. Auch ausländische Fälle werden regelmäßig ausgestrahlt, sofern es einen Bezug ins Sendegebiet gibt. (KT/dpa)

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