Mittwoch, 2. Juni 2010 10:57 Uhr

Alexandra Kamp: „Models müssen nur drei Gesichtsausdrücke können“

München. Alexandra Kamp, Schauspielerin mit Hollywood-Erfahrung, hat während ihrer Karriere mehrmals eindeutige Angebote erhalten: „Vor allem in Paris und Los Angeles“, verrät sie im Exklusiv-Interview mit TELE 5. „Ich bin sehr glücklich, niemals den Weg über die Besetzungscouch genommen zu haben. Klar hätte ich den Weg des geringsten Widerstandes nehmen können und wäre somit sehr viel schneller erfolgreich gewesen. Aber meine Hauptantriebsfeder, der Wunsch, mir zu jeder Zeit im Spiegel ins Gesicht sehen zu können, war immer stärker!“

Ihren Status als Schauspielerin hat sich die 43-Jährige, die ihre Karriere als Model begann, hart erarbeitet: „Models sind nicht automatisch gute Schauspielerinnen und müssen eigentlich nur drei Basis-Gesichtsausdrücke beherrschen: Den F…-mich-Blick, den Ist-mir-doch-egal-ob-du-mich-f…-willst-Blick und den Ich-bin-so-unschuldig-und-du-darfst-mich-aber-trotzdem-f…-Blick. Es liegt in der Natur der Sache, dass Models in allererster Linie ihre fotogenen Seiten zeigen können und wollen“, so die Künstlerin, die noch heute regelmäßig internationale Schauspiel-Workshops besucht und zurzeit mit der Lesung von Henry Millers ‚Sexus‘ Erfolge feiert.

Kamp, die ihr Kinodebüt 1998 neben Claudia Cardinale gab, kam mit den meisten ihrer Filmkollegen gut zurecht. Im 2001 gedrehten Martial-Arts-Klopper ‚Shadow of the Dragon‘ (am 4. Juni, 22.15 Uhr auf TELE 5) stand sie mit dem späteren ‚Twilight‘-Star Taylor Lautner vor der Kamera: „Der ‚Kleine‘ sah damals schon süß aus“, erinnert sich die gebürtige Karlsruherin im TELE 5-Interview über den seinerzeit achtjährigen Schauspiel-Anfänger, „aber dass er einmal so einen Riesenerfolg haben würde, daran dachte damals keiner von uns. Ich freue mich natürlich für ihn!“
Für Steven Seagal, mit dem sie in ‚Half Past Dead‘ (2002) arbeitete, hat Kamp dagegen keine freundlichen Worte übrig: „Ein Widerling, der sich nicht zu benehmen weiß“, sagt sie. Beim Casting habe der Kampfkunst-Star die Schauspielerin nach ihrem Beruf gefragt. „Nun gut, es wurden viele Models gecastet und vielleicht wollte er einfach ein bisschen Konversation machen, aber die Arbeit mit ihm änderte nichts an meiner Einstellung zu ihm“, so die Absolventin der legendären Lee-Strasberg-Schauspielschule in New York.

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