Freitag, 7. September 2018 05:32 Uhr

Alfred Biolek: „Ich akzeptiere, dass meine Kräfte nachlassen“

Was macht eigentlich TV-Legende Alfred Biolek (84)? Am 8. September erscheint sein überarbeitetes Kochbuch „Die Rezepte meines Lebens“ aus dem Tre Torri Verlag. Aus diesem Anlaß gab die Fernsehlegende eines seiner seltenen Interviews.

Alfred Biolek: "Ich akzeptiere, dass meine Kräfte nachlassen"

Alfred Biolek 2015. Foto: Schultz-Coulon/WENN.com

Über seinen Alltag erzählte der 84-Jährige der ‚Bild‘-Zeitung: „Ich schlafe bis neun. Dann frühstücke ich. Danach besucht mich jemand oder ich gehe irgendwo hin. Einen Alltag gibt es nicht.“ Früher habe er Wert darauf gelegt, dass er sich fit halte. Dies sei aber vorbei. „Heute ist mir wichtig, dass ich mich ein wenig bewege und dass ich Dinge tun kann, die mir Spaß machen.“

Auf die Frage ob es ihm schwerfalle, sein altes Leben hinter sich zu lassen, sagte der Fernsehmacher, der mit Shows wie „Alfredissimo“,m „Bios Bahnhof“ oder seinem wöchentlich Talk „Boulevard Bio“ Fernsehgeschichte schrieb: „Nein. Ich lebe zu einem großen Teil von meinen Erinnerungen. Das finde ich toll. Meine Erinnerungen tragen mich bis heute. Ich bin mir darüber im Klaren, dass viele Dinge mittlerweile einfach anders geworden sind.“

Alfred Biolek: "Ich akzeptiere, dass meine Kräfte nachlassen"

Foto: Schultz-Coulon/WENN.com

Die junge Generation kennt ihn nicht?

Der berühmte Fernsehmacher, der seine Karriere 1963 als Justitiar beim ZDF begann, wird seit Jahren von seinem langjährigen US-amerikanuschen Freund Scott Ritchie (48) unterstützt, den er 2014 adoptiert hat. Große Pläne habe Biolek aber nicht mehr. „Ich würde heute keine Verträge unterschreiben für das nächste Jahr. In meinem Alter fährt man auf Sicht. Ich akzeptiere, dass meine Kräfte nachlassen.“

Biolek glaube, dass sich junge Leute nicht dafür interessieren, wer oder was er war. „Sie kennen mich nicht. Für alle anderen hoffe ich, dass ein paar gute Erinnerungen an mich bleiben. Vor allem, dass ich die Menschen immer als Menschen behandelt habe.“

Übrigens: Das neu editierte Kochbuch „Rezepte meines Lebens“ enthält Über 600 Rezepte, von „Bio“ liebevoll zusammengestellt, für Anfänger in der Küche genauso geeignet wie für diejenigen, die schon lange den Kochlöffel schwingen.

Biolek wünsche sich nach Verlagsangaben, dass das Buch benutzt werde, als das es auch gedacht sei – zum Nachkochen. „Dieses Buch ist ein Küchenbuch, kein Hochglanzexemplar zum Anschauen oder Hinstellen. Es darf Fettflecken und Eselsohren bekommen und – so hoffe ich – in Familien weitergereicht werden.“

Alfred Biolek: "Ich akzeptiere, dass meine Kräfte nachlassen"

Foto: Tre Torri

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