07.01.2021 19:30 Uhr

Alles nur geklaut? Millionenklage gegen Nicki Minaj

Ist Rapperin Nicki Minaj bald pleite? Wenn es nach US-Rapper Brinx Billions geht, könnte das definitiv der Fall sein. Denn der verklagt die 38-Jährige jetzt auf 200 Millionen US-Dollar. Der Grund? Eine Urheberrechtsverletzung!

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Das könnte teuer werden! 2018 kommt Nicki Minajs (38) Album „Queen“ raus. Darauf zu hören? „Rich Sex“, die erste Promo-Single der Platte. Die soll allerdings nicht aus der Feder der Künstlerin stammen, sondern von einem Kollegen und der ist ganz schön sauer. So sauer, dass er die Rapperin mitsamt Label jetzt vor Gericht ziehen will.

 

Streitwert: 200 Millionen Dollar! 

Gegenüber „TMZ“ gab ein US-Rapper und Songwriter an, dass er sich als Autor, Creator, Komponist, Writer und Produzent des Songs sehe. So wirklich erwähnt wird das seiner Meinung nach nicht. Auch eine angemessene Vergütung soll der Künstler nicht erhalten haben. Die will er sich jetzt jedoch zurückholen: Er verklagt Nicki Minaj und ihr Label auf rund 200 Millionen US-Dollar!

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US-Rapper fühlt sich hintergangen

Hinter der Millionen-Klage steckt Rapper Brinx Billions, der mit bürgerlichem Namen Jawara Headley heißt. Der Musiker schrieb im Jahr 2016 angeblich einen fast identischen Song und stellte diesen Nicki Minaj und ihrem Team bei einem Treffen vor. Zwei Jahre später landet der Hit als Feature mit Rapper Lil Wayne tatsächlich auf „Queen“, dem vierten Album der Rapperin. Besonders pikant? Die beiden Rapstars sind angeblich seit Jahren befreundet! 2007 sollen sich die beiden über MySpace kennengelernt haben. Sollten die Anschuldigungen stimmen, hätte Nicki Minaj Karriere über Freundschaft gestellt. Kein Wunder, dass Brinx enttäuscht ist.

Nicki Minaj

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Ist die Summe berechtigt?

Sind die Anklage und die utopische Summe, die Nicki Minajs komplette Existenz zerstören könnte (ihr gesamtes Vermögen soll sich „nur“ auf knapp 80 Millionen Dollar belaufen) tatsächlich berechtigt? Eine schwierige Frage, denn der Song spielte nicht mal ansatzweise soviel ein. Hinzu kommt, dass Brinx Billion sogar in den Credits genannt wird. Dem Songwriter scheint das jedoch nicht genug Anerkennung zu sein. Erst vor kurzem machte ein ähnlicher Fall in Deutschland Schlagzeilen.

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In Deutschland sorgt ähnlicher Fall für Aufsehen

Anfang Dezember veröffentlicht Rapperin Shirin David ihren Song „Babsi Bars“ auf YouTube. Nur kurz darauf werden Stimmen laut, die die Musikerin schwer beschuldigen: Shirin soll bei allen Songs auf die Hilfe von Ghostwritern setzen.

Debatte um künstlerisches Eigentum

Was dabei scheinbar in Vergessenheit gerät: Die 25-Jährige macht seit Beginn ihrer Musikkarriere kein Geheimnis daraus, ihre Songs nicht alleine zu schreiben. Wie Nicki Minaj erwähnt sie alle Beteiligten in den Credits, aber auch hier scheint das dem Songwriter nicht zu reichen: Er fühlt sich ausgebeutet. Genau wie Brinx Billions. Der Fall rund um Nicki Minaj könnte die ganze Debatte um Songrechte, künstlerisches Eigentum und deren angemessene Vergütung jetzt auf jeden Fall vorantreiben und vielleicht sogar zu einem Präzedenzfall werden. (AB)