Donnerstag, 15. Januar 2015 18:20 Uhr

Alles über Christoph Letkowski, die Granate aus „Männer! Alles auf Anfang“

Gemeinsam trennt es sich schöner: Drei Männer zwischen Mitte 30 und Mitte 40 ziehen vorübergehend zusammen, weil jeder von ihnen mitten in einer Ehe- bzw. Beziehungskrise steckt. Von ihren Frauen vor die Tür gesetzt, richten sie sich vorübergehend in einer leicht heruntergekommenen Villa in Hamburg-Blankenese ein.

Alles über Christoph Letkowski, die Granate aus "Männer! Alles auf Anfang"

Völlig unerwartet entwickelt sich aus der Männer-WG von Kumpeltyp Joris (Christoph Letkowski), Perfektionist David (Hans-Jochen Wagner) und Erfolgsmensch Ben (Andreas Pietschmann) eine tiefe Freundschaft und eine Art Familienersatz, der allen dreien ganz neue Lebensperspektiven eröffnet.

Die neue eigenproduzierte Drama-Serie „Männer! Alles auf Anfang“ basiert auf dem äußerst erfolgreichen niederländischen Format „Divorce“ (übrigens nach einer Idee von Linda de Mol). Hochwertig produziert, humorvoll und nah an der Realität zeigt die Serie sämtliche Facetten des Trennungschaos´ aus neuer, eben männlicher, Perspektive. Dabei geht es neben der Männerfreundschaft auch um Rosenkriege, Haushaltsprobleme, Verlustängste, heimliche Sehnsüchte, Sex mit der Ex, Coming-of-Age und andere Dramen mit und ohne Damen.

Heute stellen wir Hauptdarsteller Christoph Letkowski, bekannt u.a. aus „Feuchtgebiete“, etwas näher vor.

Was für ein Typ ist Ihre Rolle Joris?
Joris ist ein einfacher Handwerker aus Norddeutschland. Alles was er nicht im Kopf hat, hat er in seinen Händen. Neben seinem Hausschwein Kevin hängt er vor allem auch an seiner Mutter und seiner Freundin Joyce – auch wenn es ihm schwer fällt sich das einzugestehen.

Wenn Ihre Serienfigur Ihr bester Freund wäre, welchen (Beziehungs-)Tipp würden Sie ihm geben?
Ganz ehrlich? Wahrscheinlich so etwas wie „Ich an Deiner Stelle hätte genau das Gleiche getan.“

Warum trennen sich Ihrer Meinung nach so viele Paare? Was machen sie falsch?
Meist sind sie viel zu sehr damit beschäftigt, sich in einem vermeintlichen Überangebot von Möglichkeiten zu verlieren. Bleib einfach bei Dir und mach das Beste aus dem, was Du hast!

Wie sieht für Sie die perfekte Beziehung aus?
Leben und leben lassen.

Trennen / scheiden / leiden Männer anders als Frauen? Wie?
Nein. Die entscheidende Frage hier ist doch: Wer trennt sich und wer wird getrennt?

Alles über Christoph Letkowski, die Granate aus "Männer! Alles auf Anfang"

Was war das Verrückteste, was Sie jemals getan haben, um eine Frau zu beeindrucken?
Ich habe einen Mistelzweig an einen Baum gebunden, um dort nach dem Date rein zufällig vorbeizugehen. Unter dem Ast habe ich mir dann zum Schein den Schuh zugebunden, um dann natürlich rein zufällig zu bemerken, dass über uns ein Mistelzweig hängt. Zufälle gibt es!

Wie war der Dreh mit Hausschwein Kevin?
Ich habe sehr viel von ihm gelernt.

Sie wohnen tatsächlich in einer Männer-WG (mit Steve Windolf, „Witwenmacher“). Wie ist die klassische Aufgabenteilung? Gibt´s auch Konkurrenz, wenn´s um Frauen geht? Wieviel Gemeinsamkeit muss man ertragen können? Was wäre ein Auszugsgrund für Sie?
Bei uns hat jeder sein eigenes Zimmer. Aufgaben werden glücklicherweise von beiden gleichermaßen erkannt und ausgeführt. Da kommt es nie zu Problemen. Frauentechnisch haben wir einen sehr unterschiedlichen Geschmack – auch da gibt es also keine Streitereien. Gemeinsamkeiten kann es daher für mich nie genug geben. Und ausziehen werden wir wahrscheinlich nie.

Alles über Christoph Letkowski, die Granate aus "Männer! Alles auf Anfang"

Sie spielen einen Handwerker, sind Sie privat auch Profi im Umgang mit Hammer und Zange?
Ich komme aus dem Osten, da waren Werkzeuge schon in der ehemaligen Flagge vorhanden. Ich bin sehr froh darüber, dass ich auch sehr „handwerklich“ erzogen worden bin.

Neben der Schauspielerei Sie sind auch Musiker. Wie wichtig ist als Künstler das zweite Standbein?
Ich denke, dass sich unterschiedlich Standbeine gegenseitig gut tun und für das nötige Gleichgewicht sorgen. Manchmal muss ich zwar mein Gewicht verlagern, aber stehen tue ich auf jedem dieser Beine gleich gerne.

ZUR PERSON: Christoph Letkowski wurde 1982 in Halle geboren. Nach dem Abitur absolvierte er im Anschluss an seinen Wehrdienst ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelsohn Bartholdy“ in Leipzig. Im Anschluss daran war er Ensemble-Mitglied des GRIPS-Theaters und der Berliner Volksbühne. Neben seiner Bühnentätigkeit war Christoph seit 2006 auch in diversen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Mit Marc Rensings Debütfilm „Parkour“ hat er sich 2009 zu einem der beliebtesten Jungschauspieler hochkatapultiert und wurde für seine Rolle des Richie 2010 vom Studio Hamburg mit dem „Günter-Strack-Fernsehpreis“ in der Kategorie „Bester Nachwuchsdarsteller“ nominiert. 2011 folgte erneut eine Nominierung als „Bester Nachwuchsschauspieler“ für seine Leistung in dem Fernsehfilm „Unten Mitte Kinn“ beim „Förderpreis Deutscher Film“.

Alles über Christoph Letkowski, die Granate aus "Männer! Alles auf Anfang"

An der Seite von Mario Adorf und Veronica Ferres überzeugte er nicht nur in der Roman-Verfilmung „Die lange Welle hinterm Kiel“, sondern auch in diversen „Tatort“-Folgen sowie in dem Kinofilm „Diaz“, der 2012 auf der Berlinale in der Sektion „Panorama“ zu sehen war.

Im Sommer 2013 brillierte er in der Skandalbestseller-Verfilmung von Charlotte Roches „Feuchtgebiete“ (Regie: David Wnendt) in der männlichen Hauptrolle als Pfleger Robin. Im selben Jahr war er in der Krimireihe „Nachtschicht“ zu sehen. Im Frühjahr 2015 wird er in der Komödie „300 Worte Deutsch“ (AT) (Regie: Züli Aladag) an der Seite von Christoph Maria Herbst und Pegah Ferydoni wieder auf der großen Leinwand zu sehen sein. Aktuell steht er für die beiden Kinoadaptionen der Erfolgsromane „Fucking Berlin“ (Regie: Florian Gottschick) und „Mängelexemplar“ (Regie: Laura Lackmann) vor der Kamera.

Neben der Schauspielerei gehört die Musik zu Christoph Letkowskis großen Leidenschaften. Er ist eine der treibenden Kräfte der Band „Von Eden“, deren Song „Land in Sicht“ ebenfalls im Film „Feuchtgebiete“ zu hören ist.

RTL/ Georges Pauly

Interview: RTL, Fotos: RTL/Benno Kraehahn, Georges Pauly

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