Donnerstag, 12. Dezember 2013 20:54 Uhr

Alles über „Nebraska“: Fünfmal für die Golden Globes nominiert

Alexander Paynes („The Descendants“) neues Meisterwerk „Nebraska“ befindet sich auf dem besten Weg zu den Oscars!

NEBRASKA

Die heutigen Nominierungen für die Golden Globes in den fünf Kategorien „Bester Film – Komödie/Musical“, „Beste Regie“, „Bestes Drehbuch“, „Bester Schauspieler – Komödie/Musical“ (Bruce Dern) und „Beste Nebendarstellerin“ (June Squibb) gelten als richtungsweisend für eine bevorstehende Nominierung für die Oscars. Und die Golden Globes sind nicht die ersten Preise, bei denen die Tragikomödie bedacht wurde.

Im Mittelpunkt der bisherigen Würdigungen steht dabei immer wieder der 77-jährige Hauptdarsteller Bruce Dern, der bereits mehrere Preise für seine herausragende Leistung verliehen bekam.

Ihren Siegeszug begonnen hat die in schwarz-weiß inszenierte cineastische Perle „Nebraska“ bereits im Mai 2013 an der französischen Côte d’Azur, wo Dern beim Filmfestival in Cannes der Preis als „Bester Schauspieler“ zugesprochen wurde. Weitere Preise erhielt Dern als „Bester Hauptdarsteller“ vom National Board of Review und von der Los Angeles Film Critics Association. Auch die herausragenden Leistungen des bis in die Nebenrollen außergewöhnlich starken Casts wurden bereits mehrfach gewürdigt.

Will Forte, der im Film den gutherzigen Sohn David verkörpert, wurde vom National Board of Review mit dem Preis für den „Besten Nebendarsteller“ ausgezeichnet. June Squibb als Woodys Ehefrau Kate belegte in der Kategorie „Beste weibliche Nebendarstellerin“ den zweiten Platz bei der Los Angeles Film Critics Association. Squibb und Dern können sich zudem Hoffnung auf die Trophäe als „Beste Darsteller“ bei den Screen Actors Guild Awards machen. Sogar in insgesamt sechs Kategorien ist der Film mit seinen skurrilen Charakteren bei den Independent Spirit Awards nominiert. Neben den Schauspielerpreisen winken hier am 1. März 2014 auch Auszeichnungen für „Beste Regie“, „Bestes Drehbuch“ und in der Königsdisziplin „Bester Film“. Nur einen Tag später findet dann in Los Angeles die große Oscar®-Gala 2014 statt.

Alles über "Nebraska": Fünfmal für die Golden Globes nominiert

Für Regisseur Alexander Payne wäre es nicht das erste Mal, dass er seinen Namen nach den Worten „And the Oscar goes to…“ hört – bereits zweimal war er für „The Descendants“ und „Sideways“ in der Kategorie „Bestes adaptiertes Drehbuch“ erfolgreich. Besonders spannend wird es für die Fans des Ausnahmeregisseurs am Tag des deutschen Kinostarts von „Nebraska“ am 16. Januar: Genau an diesem Tage wird die Academy of Motion Picture Arts and Sciences ihre Liste der Nominierten veröffentlichen. Ob am Ende der Awards Season einer oder mehrere Oscars für Alexander Paynes ebenso humorvollen wie ergreifenden Film stehen, wird sich noch herausstellen. Dass der Film absolut jeden begeistern wird, ist heute schon sicher!

Alles über "Nebraska": Fünfmal für die Golden Globes nominiert

Und darum geht’s: Der Weg ist hier definitiv nicht das Ziel, denn am Ende wartet ein Lottogewinn in Millionenhöhe. Das denkt zumindest der grantige Woody Grant (BRUCE DERN), der sich, getäuscht durch einen betrügerischen Werbeprospekt, das vermeintlich große Geld persönlich in Lincoln, Nebraska, abholen möchte. Doch die 900 Meilen Strecke von seinem Wohnort zum Ziel seiner Träume kann der Eigenbrötler allein nicht mehr bewältigen. Von seiner garstigen Gattin Kate (JUNE SQUIBB) und seinem verbitterten Sohn Ross (BOB ODENKIRK) ist keine Hilfe zu erwarten: Sie tragen ihm immer noch seine unrühmliche Säufer-Vergangenheit nach und würden ihn am liebsten in ein Heim stecken. Schließlich erklärt sich sein jüngerer, gutmütiger Sohn David (WILL FORTE) dazu bereit, die Fahrt mit seinem Vater anzutreten – auch wenn die beiden schon lange nicht mehr viel miteinander zu tun haben.

Alles über "Nebraska": Fünfmal für die Golden Globes nominiert

Bei einem ungeplanten Zwischenstopp in Woodys Geburtsstadt Hawthorne treffen sie auf ihre Verwandtschaft, alte Freunde und auch viele Neider, die sich vor allem für den neu gewonnenen Reichtum des seltenen Gastes interessieren.

Der Vater-Sohn-Trip wird so nicht nur zu einer Reise in Woodys Vergangenheit, sondern vielmehr zur Suche nach Respekt und Anerkennung und vor allem nach etwas, wofür es sich lohnt, weiterzuleben.

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