05.06.2019 18:50 Uhr

Alles über die neue VOX-Familienserie „Das Wichtigste im Leben“

Foto: TVNOW / Martin Rottenkolber

Familienserien hatten ja schon mal bessere Zeiten. Jetzt versucht es der Sender Vox wieder mit einer – und das sogar im Hauptabendprogramm und mit prominenter Besetzung.

Alles über die neue VOX-Familienserie "Das Wichtigste im Leben"

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Das TV-Programm wimmelt seit Jahren nur so von Krimis und Arztserien. Ehemals erfolgreiche Formate wie „Unsere Drombuschs“ oder „Ich heirate eine Familie“ sind weitgehend aus dem Programm verschwunden.

Doch jetzt nimmt das Genre Familienserie einen neuen Anlauf: Vox startet heute um 20.15 Uhr die neue zehnteilige Serie „Das Wichtigste im Leben“.

Darum geht’s

Fredo ist der Neuzugang für die Bonner Familie Fankhauser – ein kleiner verängstigter Mischling. Er wird von Papa Kurt (Jürgen Vogel), einem Basketballtrainer, und Sohnemann Theo (David Grüttner) aus dem Tierheim abgeholt, während Mama Sandra (Bettina Lamprecht) in der Küche für ihre Video-Sendung „Kochen für Kids“ schrecklich gesunde Nahrung zubereitet, während sie in die Kamera spricht. Die Folge ist, dass ihre Kinder am liebsten neonfarbene Sachen essen, die überwiegend aus Zucker bestehen.

Alles über die neue VOX-Familienserie "Das Wichtigste im Leben"

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Der Hund scheint allen gut zu tun, vor allem Theo, der nur selten spricht, „weil er es geheimnisvoll machen will“, wie sein Papa sagt. Theo erkundet prompt die Wohnung aus der Hundeperspektive, also auf allen vieren. Doch kaum ist Fredo da, ist er auch schon wieder weg – gestohlen.

Und auch sonst gibt es Gründe für gedämpfte Stimmung: Der große Adoptivbruder Philipp (Sidney Holtfreter) ist ein begnadeter Basketballspieler, möchte aber lieber professioneller Balletttänzer werden. Und die ziemlich kluge Schwester Luna (Bianca Nawrath) verliebt sich in den älteren Stiefbruder ihrer besten Freundin. Dann sind da noch Oma (Beatrice Richter) und Opa (Walter Kreye), beide eher muffelig, die auch nicht zu guter Stimmung beitragen.

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Die 3. VOX-eigene Serie

Die dritte eigenproduzierte Serie – nach „Club der roten Bänder“ und „Milk & Honey“ – passt gut zu Vox: Sie könnte auch andere Sender in Richtung Familienserie bewegen. Die unterhaltsame Mischung aus Lebensfreude und Missstimmungen stimmt. Kitschig wird es so gut wie gar nicht, der Zuschauer befindet sich auf Augenhöhe mit den Figuren.

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Sie werden von den Schauspielern überzeugend verkörpert. „Ich finde es einfach gut, einen Familienvater zu spielen. Das bin ich ja auch im echten Leben und somit ist das für mich auch keine fremde Welt“, sagt Jürgen Vogel (51, „So viel Zeit“) zu seiner Rolle. „Es passieren so häufig Dinge im Alltag, bei denen man sich denkt, dass das gerade auch ein Film sein könnte und einem das keiner glauben würde“.

Genau das passiert hier mehrfach.

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„Alles wirkt unverkrampft“

Hauptdarsteller Jürgen Vogel sagte dazu: „Die Serie ist einfach wahnsinnig clever gemacht. Für mich sind die Drehbücher sehr besonders, denn sie beschreiben das Leben auf eine außergewöhnlich Art und Weise und schaffen es, eine Dramaturgie und Spannung reinzubringen. Alles, was passiert, wirkt unverkrampft und ist zum Teil auch wirklich überraschend. Ich finde es auch gut, dass die Serie ein Stück weit die Realität abbildet, in dieser Form habe ich noch nie an etwas gearbeitet. VOX hat mit der Serie eine große Chance, weil in diesem Genre noch nicht alles so festgezurrt ist. Man probiert damit einen neuen Schritt und ich freue mich, dass ich mit dabei sein kann.“

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Foto: TVNOW / Martin Rottenkolber

Regisseur der ersten vier Folgen ist Till Franzen („Weinberg“), der das mit leichter Hand macht. Laura Lackmann („Mängelexemplar“ am 11.6. im Ersten) und Stefan Bühling („Heldt“) inszenieren die weiteren sechs Episoden. Die Drehbücher, mit meist ziemlich authentischen Dialogen und lebensnaher Sprache („Sag lieber Apfelkuchen statt Apple Crumble“), stammen aus der Feder von Richard Kropf („4 Blocks“, „Labaule & Erben“).

Es gibt auch schöne Szenen ganz ohne Dialoge. Alle in dieser Familie haben ihre Probleme, die Eltern genauso wie die Kinder, und sie lassen sich nicht alle lösen. Fast so wie im echten Leben. (dpa/KT)

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