Montag, 28. Juni 2010 11:39 Uhr

„Alles was zählt“: Christoph Humnig ist der Neue

Köln. Jungschauspieler Christoph Humnig aus Frankfurt steigt bei „Alles was zählt“ ein: Er ist liebenswert, tollpatschig, vergesslich, aber auch hoch intelligent, und es mangelt ihm nicht an Selbstbewusstsein: Tom Reichenbach, der ein Jahr jüngere Bruder von Isabell Reichenbach (Ania Niedieck). Gleich bei der ersten Begegnung verliebt er sich Hals über Kopf in Katja Bergmann (Anna-Katharina Samsel). Tom wird gespielt von dem 26-jährigen Christoph Humnig, der vor allem vom Theater und aus verschiedenen Kurz- und Langspielfilmen bekannt ist, wie zum Beispiel „Barriere“, „Antje und wir“, „6 tote Studenten“, „Kleine Haye“. Außerdem macht er Musik. Seine Rolle als Tom bei „Alles was zählt“ ist seine erste Hauptrolle in einer Serie.
Zu sehen ist Christoph Humnig ab Folge 958 am 1. Juli 2010.

Alles was zählt

Christoph, ‚Alles was zählt‘ ist die erste Serie, in der Sie mitspielen. Wie gefällt es Ihnen?
Christoph Humnig: Das Spielen selbst unterscheidet sich nicht, aber die Vorbereitung sieht anders aus. Da das Drehpensum nur wenig Zeit zulässt, muss man schon sehr gut vorbereitet sein.

Sie wohnen seit fünf Jahren in Berlin. Wie haben Sie sich bisher in Köln eingelebt?
Humnig: Ursprünglich komme ich ja aus Frankfurt am Main. Erst durch mein Schauspielstudium bin ich nach Berlin gekommen. Jetzt wohne ich mit meinem Kollegen Michael N. Kuehl, der ja auch neu bei AWZ ist, in einer WG und bin total happy hier.

Was für Musik machen Sie denn?
Humnig: In erster Linie schreibe ich Texte, die ich dann meiner Band zur Bearbeitung gebe. Daraus entstehen Songs, die ich in Frankfurt einsinge. Das mache ich allerdings eher schlecht als recht, aber dank moderner Technik kann man ja eine Menge retten. Und am Ende hört es sich so an, als ob ich tatsächlich singen könnte.

Sie beherrschen Krav Maga, eine Kampfsportart, ebenso wie Kollege Michael Kuehl. Wie sind Sie dazu gekommen?
Humnig: Während meiner Ausbildung an der Schauspielschule habe ich meinen Meister, Prodromos Antoniadis, kennengelernt. Der hat mir dazu geraten, weil es für die Schauspielerei eine gute Sache ist. Krav Maga basiert auf Reaktionen, arbeitet viel mit der Wahrnehmung und schult die intuitive Reaktion.

Alles was zählt

Wie sieht ein freier Tag bei Ihnen aus?
Humnig: Ich bin ein Tagträumer. Ich stehe irgendwann auf und mache das, wonach mir gerade ist. Meistens höre ich dann einfach in mich rein und überlege, was ich gerade brauche. Voll spontan eben. Wenn mir nach Schreiben ist, schreibe ich, wenn mir nach Musizieren ist, musiziere ich.

Ohne welche Dinge gehen Sie morgens nicht aus dem Haus?
Humnig: Außer Klamotten brauche ich eigentlich nichts.

Tom Reichenbach, Ihre Rolle, studiert wegen seinen Eltern BWL, obwohl er lieber Computerspiele entwickeln würde. Wie haben Ihre Eltern reagiert, als Sie ihnen erzählt haben, dass Sie Schauspieler werden wollen?
Humnig: Meine Eltern stehen voll hinter mir und dafür bin ich ihnen auch sehr dankbar. Mein Papa ist Maschinenschlosser und meine Mama gelernte Schneiderin, die aber als Kellnerin arbeitet. Beide hatten selber nicht den finanziellen Background, den sie mir nun ermöglichen. Kunst ist ja auch immer so ’ne Sache… Ich kenne viele Schauspieler, die immer knabbern mussten und trotzdem nie das erreicht haben, was sie eigentlich wollten. Im Moment sieht es bei mir ja ganz gut aus, aber auch ich weiß nicht, was in zwei Jahren ist…

Alles was zählt

Wie würden Sie Ihre Rolle bei ‚Alles was zählt‘ beschreiben?
Humnig: Tom kommt aus einem reichen Elternhaus, aber Geld und Ruhm sind ihm egal. Er ist ein kleiner Träumer, der nach zwischenmenschlichen Werten sucht und gedanklich oft ausbricht und sich eigene Welten schafft. Dabei verhält er sich immer ehrlich und spielt keine Spielchen. Er weiß, was er will, strebt danach und geht offen auf die Menschen in seinem Umfeld zu. Das mag ich und deshalb wollte ich die Rolle auch unbedingt haben.

Wenn Sie einen Tag lang Storyliner wären, wie würde es dann mit der Rolle Tom Reichenbach weitergehen?
Humnig: Ich würde Tom ein bisschen kriminell werden lassen. Nichts Schlimmes, aber eben so, dass er ein bisschen ins Schwitzen kommt. So etwas würde ich gerne mal spielen.

Fotos: Kai Schulz, Willi Weber

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