Dienstag, 15. Oktober 2019 10:37 Uhr

Alphonso Williams: Warum die Familie nach ’ner halben Million Siegprämie Geld braucht

imago images / Future Image

Die Nachricht vom Tod des beliebten DSDS-Tausendsassas Alphonso Williams hat am Sonntag Bestürzung hervorgerufen. Der unmittelbar danach veröffentlichte Spendenaufruf der Familie allerdings auch. Der 57-Jährige hatte 2017 nicht nur die Castingshow ‚Deutschland sucht den Superstar‘ gewonnen, sondern gleichzeitig die damit verbundene Siegprämie in unfassbarer Höhe von 500.000 Euro einstreichen können. Hinzu kommen Gagen von Auftritten und aus seiner Teilnahme bei ‚Promi Big Brother‚ 2018.

Williams hinterlässt eine deutsche Frau Manuela (56) und die gemeinsamen Kinder Raphael (31) und Franziska (16). Spenden werden nun benötigt, um Alphonsos Bestattung zu organisieren und der „Familie aus dem Heimatland (Vereinigte Staaten) die Möglichkeit bieten, an der Trauerfeier teilnehmen zu können“.

Verwunderung im Netz

„Gehen die nicht arbeiten?“ war nun einer der häufigsten ersten Reaktionen unmittelbar nach Bekanntwerden des öffentlichen Spendenaufrufes in den Sozialen Medien. Verwunderung allerortens. Nun sah sich die Familie genötigt, die Umstände zu erklären.

Manuela (56) hatte Ende 2018 ihre Naturheilpraxis aufgegeben, um u.a. das Managment ihres singenden Mannes zu übernehmen. „Keiner konnte davon ausgehen, das Alphonso einen Monat später so plötzlich erkrankt“, erklärte sie der ‚Bild‘-Zeitung. „Die beginnende Agenturarbeit, Buchungsanfragen und Vermittlungen zu Auftritten für das Jahr mussten gestoppt werden. Einnahmen fielen weg, Fix- und Lebenshaltungskosten blieben, wie auch die Investitionen für den Umbau.“ Die Familie sei sparsam mit ihrem Geld umgegangen, hätten auch ohne Einnahmen dieses Jahr überbrücken können, heißt es weiter.

Unvorhersehbare Entwicklung

Da ihr Ehemann an der aggressivsten Krebsform litt, „die sich in rasendem Tempo in ihm ausbreitete und ihn in kürzester Zeit von einer lebensbedrohliche Situation in eine lebensgefährliche Situation brachte“, musste viel Geld locker gemacht werden: Kosten für Therapien und Krankenhausaufenthalte. Dann die Verlegung in eine Universitätsklinik mit Kosten, „wie die Unterkunft der Familie, um Alphonso beistehen zu können“, heißt es in dem Bericht weiter. Sohn Raphael war zudem die ganze Zeit an der Seite seines Vaters, konnte in dieser Zeit nichts verdienen.

Offenbar hatte die Familie auch Probleme mit einer vermieteten Eigenstumswohnung. Manuela erklärte: „Ein Mietnomade, die damit verbundenen Ausgaben und zusätzlich ausfallenden Einnahmen erschwerten die Lage zudem“. All diese Ereignisse und die rasende Entwicklung führten zu der finanzielle Katastrophe. „Das brachte Freunde, Bekannte und Fans der Familie dazu eine Spendenaktion ins Leben zu rufen.“

Bis zur Stunde haben weit über 540 Spender bei gofundme.com 16.600 Euro zur Verfügung gestellt.

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