12.05.2019 21:23 Uhr

Alyssa Milano ruft zum Sex-Streik auf

Foto: Alyssa Milano FayesVision/WENN.com

Alyssa Milano (46) fordert jetzt alle Frauen auf, sich in einen „Sex-Streik“ zu begeben, bis ein umstrittenes Anti-Abtreibungsgesetz in Georgien aufgehoben wird.

Alyssa Milano ruft zum Sex-Streik auf

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FayesVision/WENN.com

Die Schauspielerin, die maßgeblich an der #MeToo-Bewegung beteiligt war, ruft in den sozialen Netzwerken dazu auf, auf Sex zu verzichten, bis das restriktive Abtreibungsgesetz, das als „Herzschlaggesetz“ bezeichnet wird, gekippt wird. Das Gesetz macht es für Frauen unmöglich, eine Abtreibung durchzuführen, nachdem ein Herzschlag im Mutterleib festgestellt wurde – normalerweise nach sechs Wochen.

„Habt keinen Sex“

Die 46-Jährige macht nun für den Kampf gegen die Gesetzesvorlage stark und fordert die Frauen auf, auf Sex zu verzichten, bis sich etwas ändert. Milano schrieb: „Unsere reproduktiven Rechte werden einfach zerstört. Solange Frauen nicht die gesetzliche Kontrolle über ihren eigenen Körper haben, können wir keine Schwangerschaft riskieren. Mach mit, indem du keinen Sex hast, bis wir wieder körperliche Selbstbestimmung haben. Ich rufe zu einem Sexstreik auf. Bitte weitergeben!“

Der Tweet mit dem Hashtag #Sexstrike hat mit über 17.000 Likes und 14.000 Kommentaren schon jede Menge Aufmerksamkeit erregt und lag bereits am Samstag auf der Social-Media-Plattform unter den Trend-Hashtags. Die Reaktion auf ihren Vorschlag erhielt allerdings gemischte Rückmeldungen.

Es hagelt Kritik

„Bitte hör auf zu erzählen, dass Frauen Versorger und Männer Konsumenten von Sex sind“, twitterte eine Person.

„Männer für gleiche Rechte mit Zugang zu unseren Körpern zu bestechen, ist nicht die Funktionsweise des Feminismus. Das lässt es so aussehen, als ob Sex etwas ist, was Frauen Männern gegenüber tun; es fördert auch die frauenfeindliche Theorie, dass Frauen dafür beschämt werden sollten, Sex überhaupt zu mögen“, regte sich ein anderer auf.

Es hieß in den Kommentaren auch: „Entschuldigung, @Alyssa_Milano, aber ich hasse das.“ Oder: „Heißt das nicht Abstinenz? Und ist das nicht genau das, was Konservative wollen?“

Andere Staaten haben ähnliche Abtreibungs-Gesetze, unter anderem Ohio, Mississippi, Kentucky, Iowa und North Dakota. Das georgische Gesetz soll im Januar in Kraft treten.