18.03.2020 19:35 Uhr

Angela Merkel mit historisch dramatischem Appell: Die Stichpunkte

Bundesregierung/AP Photo/Steffen Kugler

Die Rede von Bundeskanzlerin Merkel am Mittwochabend ist historisch. Dramatische Auftritte waren nie ihr Ding, nun muss sie Klartext sprechen. Das hat sie so in ihrer gesamten Amtszeit noch nie getan.

In einem bislang so noch nicht vorgetragenen dramatischen Appell hat Merkel die Bevölkerung Deutschlands angesichts der weltweit folgenschweren Coronavirius-Pandemie auf Zusammenhalt und Disziplin eingeschworen. Hier die wichtigsten Eckpunkte des TV-Appells.

„Es ist Ernst“

„Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst!“

„Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt“.

Weltweit werde unter Hochdruck geforscht. Es gebe aber kein Impfstoff oder ein Heilmittel.

An das Personal im Gesundheitswesen gewandt sagte Merkel, die Mitarbeiter stünden in „der vordersten Linie“ im Kampf gegen das Coronavirus. „Was Sie leisten ist gewaltig. Ich danke Ihnen von ganzem Herzen dafür!“

„Unsere Vorstellung von Normalität, von öffentlichem Leben, von sozialem Miteinander – all das wird auf die Probe gestellt wie nie zuvor“.

„Abstand ist Ausdruck von Fürsorge“

Das Coronavirus verändere das Leben in Deutschland dramatisch. „Es sind Einschränkungen, wie es sie in der Bundesrepublik noch nie gab“.

Die Bürger der Bundesrepublik könnten sich darauf verlassen, „dass die Lebensmittelversorgung jederzeit gesichert ist“. Hamsterkäufe nannte Merkel „sinnlos und letztlich vollkommen unsolidarisch“.

„Alle zählen, es braucht unser aller Anstrengung.“

„Im Moment ist nur Abstand Ausdruck von Fürsorge.“

Gleichzeitig sagte sie in ihrer Ansprache: „Wir alle müssen Wege finden, um Zuneigung zu zeigen“ (…) „Wir werden als Gemeinschaft zeigen, dass wir einander nicht alleine lassen.“

Merkel hält es für „existentiell“, das öffentliche Leben so weit es geht herunterzufahren. „Ich appelliere an Sie: Halten Sie sich an die Regeln, die nun für die nächste Zeit gelten. Wir werden als Regierung stets neu prüfen, was sich wieder korrigieren lässt, aber auch: was womöglich noch nötig ist.“

„Dies ist eine historische Aufgabe. Und sie ist nur gemeinsam zu bewältigen“.

Merkel abschließend: „Diese Situation ist ernst und sie ist offen“.