Mittwoch, 6. Februar 2019 21:15 Uhr

Angelina Jolie: „Es war zutiefst erschütternd für mich“

Angelina Jolie hat dem größten Flüchtlingslager der Welt einen Besuch abgestattet. Die Sonderbotschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR machte sich selbst ein Bild von der prekären Lage der Rohingya im Kutupalong-Lager in Bangladesch.

Angelina Jolie: "Es war zutiefst erschütternd für mich"

Foto: Martial Trezzini/Keystone/Archiv

Anschließend zeigte sie sich schockiert von den dortigen Zuständen und der Not der Flüchtlinge, die vor der Gewalt des Militärs aus dem Nachbarland Myanmar geflohen waren. „Ihr habt jedes Recht, nicht staatenlos zu sein und die Art und Weise, wie ihr behandelt wurdet, beschämt uns alle. Das Tragischste an dieser Situation ist es, dass wir nicht behaupten können, nicht gewarnt gewesen zu sein“, sagte sie.

„Es war zutiefst erschütternd“

Die 43-Jährige fügte im anschließenden Gespräch mit Reportern hinzu, dass ihr das Schicksal der Flüchtlinge sehr nahe gehe: „Es war zutiefst erschütternd für mich, die Familien zu treffen, die ihr ganzes Leben lang nur Verfolgung und Staatenlosigkeit gekannt haben und die davon sprechen, wie Vieh behandelt worden zu sein. Ihnen wurde das grundlegendste menschliche Recht verweigert: die Staatsangehörigkeit in ihrem Geburtsland. Und einige nennen die Rohingya nicht mal bei ihrem rechtmäßigen Namen.“

Die Schauspielerin forderte nun tatkräftige Unterstützung für Kutupalong und andere Flüchtlingslager: „Bangladesch ist ein großzügiges Land, das reich an Kultur und Geschichte ist, aber begrenzte Ressourcen hat. Und es kann die Verantwortung, die Rohingya-Flüchtlinge zu beherbergen, nicht alleine schultern.“ An Myanmar appellierte sie, die Rechte der Rohingya anzuerkennen und ihre sichere Rückkehr zu gewährleisten.

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