Samstag, 20. Oktober 2018 21:10 Uhr

Anke Engelke über ihre Rolle in der Spionageserie „Deutschland 86“

Deutschland 86„, die Fortführung der zehnteiligen Serie „Deutschland 83„, steht seit Freitag zum Stream auf „Amazon Prime“ zur Verfügung. Im Vorfeld hat Schauspielerin und Comedienne Anke Engelke mehr über ihre bemerkenswert ernsthafte Rolle verraten.

Anke Engelke über ihre Rolle in der Spionageserie "Deutschland 86"

Foto: Amazon 2018 and its affiliates

„Deutschland 86“ handelt von Martin Rauch (Jonas Nay), seiner Tante Lenora (Maria Schrader) und ihren Genossen von der HVA, dem Geheimdienst der DDR. Anke Engelke spielte die eiskalte Barbara Dietrich, die als Buchhalterin für die Kommerzielle Koordinierung (KoKo) tätig ist. Den Job hatte ja in Wirklichkeit der berühmt berüchtigte Alexander Schalck-Golodkowski inne. Ihre Aufgabe ist es, an einer „innovativen HVA-Initiative“ zu arbeiten, um neue Einnahmequellen für die DDR zu erschließen.

Frau Dietrich, eine Dame in einer von Männern dominierten Umgebung, setzt ihren Charme und ihren Verstand ein, um sich gekonnt in dieser Welt durchzusetzen. Zudem unterhält sie eine sexuelle Beziehung zu Marcus Fuchs und ist ganz vorn bei den dubiosen Geschäften der HVA.

Im Interview mit Amazon hat Engelke über ihre Rolle geplaudert. Hier der Wortlaut.

Wie kam es dazu, dass Sie bei Deutschland 86 mitgespielt haben und wie lässt sich Ihre Rolle beschreiben?
„Deutschland 83“ fand ich ganz groß, sehr besonders, ich war Fan, und bei einer Begegnung mit Anna Winger habe ich ihr das erzählt. Und dann kam die Überraschung, dann kam Barbara Dietrich: eine Geschäftsfrau, hart, fokussiert. Sie ist determiniert, ihre Aufgaben zu erfüllen und wirkt in den Sitzungen fast wie eine menschliche Maschine. So eine Figur spielen zu dürfen ist wirklich spannend.

Wie war die Arbeit mit Regisseur Arne Feldhusen und die Zusammenarbeit im Team?
Arne Feldhusen – was für eine super Wahl! Wir haben vor über 15 Jahren erstmals miteinander gearbeitet, überwiegend komödiantisch, und ich habe viel gelernt bei ihm. Arne Feldhusen interessiert sich wirklich für Menschen, deshalb sieht er beim Drehen, was sich in einer Figur versteckt. Er hilft dabei, Figuren psychologisch und körperlich zu positionieren. Die Zusammenarbeit im Team habe ich genossen: Uwe, Sylvester und Maria habe ich früher aus der Ferne angehimmelt, nun saßen wir tagelang miteinander an einem langen Tisch im ehemaligen Ministerium für Staatssicherheit und konnten miteinander geheimnisvoll sein und ehrgeizig und schlecht – ein Geschenk.

1986 ist historisch gesehen ein großes Jahr. Wie haben Sie die Zeit erlebt?
1986 ist in meiner Biografie das Jahr in dem Weichen gestellt wurden: die ersten Jahre nach der Schule, das Studium, plötzlich mitten im Beruf. Ich habe vor den Dreharbeiten nochmal nachgesehen: Tschernobyl, Challenger, Golfkrieg – das war ein totales Katastrophenjahr! Damals war das alles weit weg, es ging uns ja gut, und nur in den Nachrichten war all das nah und machte Angst.

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