Dienstag, 8. September 2009 00:38 Uhr

Annie Leibovitz steht vor einem Scherbenhaufen

US-Starfotografin Annie Leibovitz (59) hat ein riesiges Problem. Sie könnte ihr ganzes Lebenswerk inklusiver sämtliche Urheberrechte an allen ihren berühmten Fotos verlieren, wenn sie nicht einen Kredit in Höhe von 24 Millionen Dollar plus Zinsen zurückzahlt. Das Geld schuldet sie der Art Capital Group in New York, mit der die Ausnahme-Künstlerin 2008 einen Kreditvertrag abgeschlossen hatte. Die bekennende lesbische Künstlerin konnte die Raten nicht mehr begleichen. Ihr Gläubiger bekam im Gegenzug die Rechte an ihrem Landhaus in Rhinebeck (Bundesstaat New York), an drei denkmalgeschützten Stadthäusern in Manhattan und all ihren Fotos, die sie als Sicherheiten geboten hatte.

 

Der Kreditgeber beschuldigt Leibovitz nun, den vertraglichen Vereinbarungen „wissentlich, willentlich und schamlos“ zuwider zu handeln. Sollte Leibovitz zahlungsunfähig sein, könnte das Edel-Pfandhaus auch über die zukünftige Werke von Leibovitz verfügen. Zuletzt hieß es, dass ihr die US-Investmentbank Goldman Sachs aus der Klemme helfen wollte. Ein Teil der Kredite waren für das Kunstleihhaus Art Capital von Goldman Sachs finanziert worden. Der ‚Los Angeles Times‘ zufolge muss die Künstlerin am 2. Oktober vor Gericht erscheinen. Dann wird sie 60 Jahre alt. Zu den berühmtesten Werken gehören die nackte hochschwangeren Demi Moore, ein Bild von John Lennon am Tag seines Todes, sowie das Skandalfoto einer nur mit einem Handtuch verhüllten 15-jährigen Miley Cyrus aus dem Jahr 2008. Die Tagesgagen von Leibovitz sollen bei 70.000 Euro liegen.

Allein vom Verlag Conde Nast (‚Vanity Fair‘) mit dem sie einen lebenslangen Exklusivvertrag hat, bekommt sie jährlich zwischen zwei und fünf Millionen Dollar. Wo also ist die ganze Kohle hin?

 

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren