Dienstag, 10. Januar 2012 11:52 Uhr

Antonio Banderas: Das Image des Latin-Lovers ist endgültig dahin

München. Jahrzehntelang war Antonio Banderas einzig in der Rolle des feurigen Latinos zu sehen. Mit 51 Jahren wagt der Hollywood-Star nun einen Neuanfang und präsentiert bislang ungewohnte schauspielerische Facetten – ob vergangenen Oktober in Pedro Almodóvars „Die Haut, in der ich wohne“ oder jetzt als arabischer Emir in „Black Gold“ (Filmstart: 9. Februar, siehe Fotos).

Dazu sagte er: „Ein Aspekt ist natürlich, dass ich älter geworden bin. Im Alter ändern sich die Rollen – zum Glück“, erklärt Banderas jetzt im Interview mit dem Magazin ‚Vogue‘ „Es gab in der Tat Zeiten, da hat man mir das Etikett des Latin Lovers angeklebt. Und obwohl ich es als Bürde empfand, erfüllte ich die Erwartungen immer und immer wieder“, resümiert er weiter. „In den vergangenen Jahren habe ich meine Entscheidungskriterien allerdings grundlegend geändert. Ich habe gelernt, das wichtigste Wort in Hollywood einzusetzen: Nein.“

Als Konsequenz verließ Banderas vor knapp vier Jahren seine damalige Agentur. „Dort drängte man mich in Projekte, um die ich einen Bogen hätte machen sollen. Ich merkte, dass ich etwas ändern musste.“

Über seine suchtkranke Frau Melanie Griffith sagte er: „Wir haben die Zeit gemeinsam überwunden.“

Mit der vielleicht größten Herausforderung wurde der Schauspieler in den vergangenen Jahren jedoch nicht im Filmgeschäft, sondern in seinem Privatleben konfrontiert: „Meine Frau und ich haben immer offen über ihre Suchterkrankungen gesprochen. Sie ist jetzt seit 13 Jahren trocken, und auch von ihrer Tablettenabhängigkeit erholt sie sich“, so Banderas gegenüber ‚Vogue‘. „Wir haben das gemeinsam überwunden, auch wenn diese Zeit zum Teil wie ein langer, dunkler Tunnel war. Und ich wusste, dass wir es schaffen werden, denn ich bin absoluter Optimist. Unsere Beziehung und unsere Familie sind dadurch nur stärker geworden.“

Trotz seiner positiven Grundhaltung zeigt sich Banderas besorgt, wenn es um die aktuelle Weltlage geht: „Historiker meinen, die Gesellschaft braucht einen schmerzvollen Crash, bevor sie bereit ist, die Verhältnisse zu ändern. Diese Ungewissheit macht mir Angst. Aber ich sehe immer auch die Chancen. Denn ich bin voller Liebe, und ein liebender Mensch gibt niemals auf.“

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