12.12.2019 13:11 Uhr

Auch das noch: Greta Thunberg in den „Time“-Olymp gehoben

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Greta Thunberg wurde vom „Time“-Magazin zur „Person des Jahres“ gekürt. Große Ehre für die junge Klimaaktivistin: Von der renommierten US-Publikation wurde ihr Einsatz für die Umwelt nun mit dem PR-gewichtigen Titel gewürdigt.

Als Begründung schrieb das Magazin: „Jahrzehntelang haben sich Forscher und Aktivisten darum bemüht, die Anführer der Welt dazu zu bringen, die Klimabedrohung ernst zu nehmen. Aber dieses Jahr erlangte irgendwie ein komischer Teenager die Aufmerksamkeit der Welt. Sie ist ein gewöhnlicher Teenager, der zur Ikone einer Generation wurde, indem sie den Mut aufbrachte, die Wahrheit zu sprechen.“

Greta Thunberg tritt in die Fußstapfen von Angela Merkel

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Furore in Madrid

Die 16-Jährige war es, die die wöchentlichen „Fridays for Future“-Demonstrationen ins Rollen gebracht hatte. Ihre emotionale Rede beim UN-Klimagipfel in New York wird wohl auf immer unvergessen bleiben. „Greta Thunberg ist die überzeugendste Stimme zur wichtigsten Angelegenheit unseres Planeten geworden“, so das „Time“-Magazin.

Mit der Auszeichnung tritt die Schwedin in die Nachfolge von Politikern wie Angela Merkel, Donald Trump und Barack Obama. Gleichzeitig ist sie die jüngste Person, die je mit dem Titel gewürdigt wurde. Gerade sorgt Greta bei der UN-Klimakonferenz in Madrid für Furore. Dort prangerte sie die Scheinheiligkeit in Sachen Umweltpolitik an. „Unsere Führer benehmen sich nicht so, als ob es einen Notfall gäbe“, kritisierte sie.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von TIME (@time) am Dez 11, 2019 um 4:45 PST

„Neues Jahrhundert startet in drei Wochen“

Politiker würden oft vorgeben, Maßnahmen zu ergreifen, oft stecke jedoch nur cleveres Marketing dahinter. „In nur drei Wochen starten wir ein neues Jahrhundert, ein Jahrhundert, das unsere Zukunft definieren wird. Im Moment blicken wir verzweifelt nach irgendeinem Zeichen der Hoffnung“, sagte sie.