Audre Lorde: Das steckt hinter dem Google Doodle

Audre Lorde: Das steckt hinter dem Google Doodle

Google

18.02.2021 18:30 Uhr

Heute ist sie auf alles Bildschirmen zu sehen: Doch was hat es mit dem Google Doodle rund um Audre Lorde auf sich? Wir verraten es!

Immer wieder verändert Google sein Logo, für besondere Anlässe um. Heute, am 18.02., zeigt das so genannte Google Doodle die Poetin und Feministin Audre Lorde. Die wäre heute nämlich 87 Jahre alt geworden. Google ehrt die Aktivistin und Schriftstellerin im Rahmen des „Black History Month“, der alljährlich in den USA im Februar ist. Wir verraten, alles was du über Lorde wissen musst.

Ihr erstes Gedicht schrieb sie mit acht

Audre Lorde wurde 1934 in New York City geboren. Beide Elternteile stammten von den Grenadinen. Obwohl Audre sehr stark kurzsichtig war – im juristischen Sinne sogar blind – lernte sie bereits im Alter von vier Jahren das Lesen. Dank ihrer Mutter, die ihr auch das Schreiben beibrachte, konnte Lorde bereits mit acht ihr erstes Gedicht verfassen.

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Master in Bibliothekswissenschaften

Die Leidenschaft zum Lesen und Schreiben verließ Lorde nie. Sie besuchte die Hunter College Highschool für Hochbegabte und machte dort 1951 ihren Abschluss. Drei Jahre später verbrachte die Schriftstellerin ein Jahr an der Universität von Mexiko – sie beschrieb die Zeit als bedeutend für ihre Selbstbestätigung als Lesbe und Dichterin. Zurück in New York arbeitete sie als Bibliothekarin und schloss gleichzeitig auch ihren Bachelor und ihren Master in Bibliothekswissenschaften ab.

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Lorde setzte sich für die Rechte von Homosexuellen ein

Während ihrer Zeit als Bibliothekarin wurde Audre aktiver Teil der homosexuellen Subkultur in Greenwich Village, der Bürgerrechtsbewegung, der Antikriegsbewegung und der Frauenbewegung.  Außerdem schrieb sie weiter und veröffentlichte bereits in den 1960ern regelmäßig ihre Gedichte. In dem Gedicht „Martha“ bejaht Lorde ihre Homosexualität: „we shall love each other here if ever at all.“ In späteren Büchern engagiert sie sich weiter für die Rechte von Lesben und Schwulen und für den Feminismus.

Dudley Randall, ein Dichter und Kritiker schrieb in einer Besprechung: „Lorde schwenkt keine schwarze Fahne, aber ihr Schwarzsein ist spürbar und gegenwärtig, es ist im Mark.“

„Schwarze Lesbe, Mutter, Kriegerin“

Lorde starb am 17. November 1992 in St. Croix an den Folgen von Brustkrebs, nachdem sie 14 Jahre mit dieser Krankheit gelebt hatte. Sie verarbeitete dies auch literarisch in ihren Krebstagebüchern. In ihren eigenen Worten war sie eine „schwarze Lesbe, Mutter, Kriegerin“. Bevor sie starb, nahm Lorde in einer afrikanischen Namenszeremonie den Namen Gambda Adisa an, der „She Who Makes Her Meaning Known“ bedeutet. (AK)