Auf dem Rhein: Segel-Aktion als Zeichen für bessere Welt

Segelboote starten auf dem Rhein zur weltweit ersten Kulturregatta.
Segelboote starten auf dem Rhein zur weltweit ersten Kulturregatta.

Roberto Pfeil/dpa

22.08.2021 16:48 Uhr

Mit bunten Segeln haben Segler auf dem Rhein für eine bessere Welt demonstriert.

Auf den Segeln der 17 Schiffe hatte der Künstler Stefan Szczesny die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN dargestellt – etwa dass es keine Armut und keinen Hunger mehr geben und dass Energie bezahlbar und sauber sein soll.

Die Aktion der Monheimer Kulturwerke und der Deutschen Segel-Bundesliga startete am Sonntag in Monheim und endete nach einigen Stunden in Düsseldorf. Es war das erste Mal, dass die Segelboote nicht als reines Sportgerät etwa für Regatten der Segel-Bundesliga eingesetzt wurden, sondern als Kunstwerke und Vehikel einer politischen Botschaft.

Es sei „eine Vernissage der ganz besonderen Art auf dem Wasser“, so die Veranstalter. Die Segel waren acht Meter hoch und hatten insgesamt eine Fläche von 17 Quadratmetern. Die Stadt Monheim hatte die Aktion finanziert.

Der Geschäftsführer der Deutschen Segel-Bundesliga GmbH, Oliver Schwall, betonte die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit für den Segelsport. „Eine der Herausforderungen war es, dass der Künstler erstmalig die Farbe seines Exponats nicht auf Leinwand, sondern direkt auf ein Segel aufträgt“, sagte er. „Das muss halten – bei Wind, Wetter und flatternden Segeln.“ Die zu Kunstwerken gemachten Segel waren mit wasserfester Farbe bemalt und mit einem Lack versiegelt worden.

Eine Sprecherin der Veranstalter sagte, alles sei planmäßig verlaufen – bei Sonne, Wind und etwas Wolken habe man sehr gutes Seglerwetter gehabt. Am Ufer standen viele Zuschauer, um sich die Kunstausstellung auf dem Rhein anzugucken. In gut einem Monat sind die bunten Segel wieder zu sehen, am letzten September-Wochenende sollen die Segelschiffe in zwei Tagen von Koblenz nach Monheim fahren, mit Zwischenstation in Köln.