Montag, 1. Februar 2010 17:25 Uhr

„Avatar“: Kleine Tricksereien bei der Rekord-Berichterstattung

Der Siegeszug geht weiter: James Camerons „Avatar – Aufbruch Nach Pandora“ hat mit der letzten Woche weltweit bereits 2,039 Milliarden Dollar an den Kinokassen eingespielt. Damit wurde das 3D-Opus schon jetzt zum „erfolgeichsten Film aller Zeiten“ – an der Kinokasse. Der Film gilt als Favorit für die Oscar-Nominierungen, die morgen Vormittag (Ortszeit) in Los Angeles bekanntgegeben werden. Zur Erinnerung: 1998 war Camerons ‚Titanic‘ für 14 Oscars nomniert und bekam elf, darunter als bester Film und für die beste Regie.

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Die Berliner Tageszeitung ‚Die Welt‘ macht aber bei der Berichterstattung über die Rekordjagd auf eine Kleinigkeit aufmerkam: Man müsse die Inflation berücksichtigen. „Eine normale Kinokarte in den USA kostete zu ‚Titanic‘-Zeiten viereinhalb Dollar, jetzt sind es gut sieben. Der Preis ist um 50 Prozent gestiegen. Dementsprechend müsste ‚Avatar‘ die ‚Titanic‘-Einnahmen um 50 Prozent übertreffen.“ Die Rekord-Latte läge deshalb also nicht bei 1,8, sondern bei 2,7 Milliarden Dollar. Hinzu käme der Aufpreis für die DVD-Brille.

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Zöge man die Berechnung auf der Grundlage von Zuschauerzahlen heran, sähe das ganze noch anderes aus:  ‚Avatar‘ nähere sich weltweit zwar der 200-Millionen-Zuschauer-Marke,  ‚Titanic‘  haben aber 55 Millionen Besucherr gesehen. „Vor ‚Titanic‘ liegen in der ewigen Rangliste noch ‚Krieg der Sterne‘ (436) und ‚Vom Winde verweht‘ (504). Um auch nur in die Zuschauer-Top-Ten zu gelangen, müsste ‚Avatar‘ die 255 Millionen der ‚Trapp-Familie‘ erreichen, heißt es in dem Bericht.

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Fotos: 20th Centry Fox

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