Fortsetzung knackt nächste Marke„Avatar: The Way of Water“: James Cameron hat Waffenszenen entfernt

James Cameron wollte weniger Waffen zeigen. (smi/spot)
James Cameron wollte weniger Waffen zeigen. (smi/spot)

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SpotOn NewsSpotOn News | 28.12.2022, 09:23 Uhr

James Cameron hat zehn Minuten voller Waffengewalt aus "Avatar: The Way of Water" entfernt. Er wolle Waffen nicht mehr "fetischisieren". Auch frühere Filme wie "Terminator" würde er heute nicht mehr so drehen. "Avatar 2" feiert derweil an der Kinokasse einen weiteren Meilenstein.

Drei Stunden und zehn Minuten dauert "Avatar: The Way of Water". Eigentlich sollte das Sci-Fi-Spektakel noch länger gehen. Doch James Cameron (68) hat gut zehn Minuten entfernt. Der Regisseur wollte den Anteil von Waffengewalt in seinem Film verringern, wie er "Esquire Middle East" verriet.

"Ich habe etwa zehn Minuten aus dem Film herausgeschnitten, die auf Schießereien abzielen", sagte Cameron. "Ich wollte etwas von der Hässlichkeit loswerden, ein Gleichgewicht zwischen Hell und Dunkel finden." Es sei ihm zwar bewusst, dass er in seinem Film einen Konflikt brauche. Und in der Art von Filmen, für die er bekannt sei, fallen Gewalt und Action oft zusammen. Doch Waffen "fetischisieren", das wolle der Filmemacher nicht mehr.

"Terminator" würde James Cameron heute nicht mehr so drehen

"Wenn ich auf einige Filme zurückblicke, die ich gemacht habe, weiß ich nicht, ob ich diese Filme heute noch machen würde", fügte Cameron hinzu. "Ich weiß nicht, ob ich in unserer heutigen Welt Waffen fetischisieren möchte, wie ich es bei den 'Terminator'-Filmen vor mehr als 30 Jahren getan habe."

Was Waffen in unserer Gesellschaft anrichten können, drehe dem Kanadier "den Magen um". Er sei froh, dass er mittlerweile in Neuseeland lebe. Dort habe die Regierung "zwei Wochen nach der schrecklichen Schießerei in der Moschee vor ein paar Jahren alle Sturmgewehre verboten". Cameron spielte auf den Terroranschlag auf zwei Moscheen in Christchurch an. Am 15. März 2019 erschoss ein rechtsradikaler Mann 51 Menschen und verletzte weitere 50, teilweise schwer.

"Avatar 2" feiert nächsten Meilenstein an den Kinokassen

Auch ohne die von James Cameron geschnittenen Actionszenen erobert "Avatar: The Way of Water" weiter die Kinocharts. Gerade hat die Fortsetzung des erfolgreichsten Films aller Zeiten die Grenze von 900 Millionen US-Dollar (etwa 845 Millionen Euro) Einspielergebnis geknackt. "Avatar" blieb zum Start zwar hinter den Erwartungen zurück, lief über die Feiertage aber trotz Corona-Einschränkungen in manchen Ländern sowie Unwettern in den USA stark.

Um Profit zu machen, müsste "Avatar 2" aber mindestens 1,5 Milliarden umsetzen, rechnen zahlreiche Beobachter vor.