Dienstag, 1. Mai 2018 20:17 Uhr

„Back for Good“: Aufstieg und weicher Fall eines Reality-Sternchens

Am 31. Mai startet in den deutschen Kinos „Back for Good“. Dahinter verbirgt sich ein Film über drei Frauen aus drei Generationen, die nicht nur durch ihr Blut verbunden sind, sondern auch durch das unerfüllte Bedürfnis nach Liebe. In der Hauptrolle Kim Riedle, die man vor allem aus „Verbotene Liebe“ und Serien wie „SOKO Köln“ oder „Sibel & Max“ kennt.

"Back for Good": Aufstieg und weicher Fall eines Reality-Sternchens

Foto: 2018 Falko Lachmund

„Angie, unsere Hauptfigur, ist ein Trash-TV-Starlet, die sich hartnäckig an ihre verblassende Karriere klammert, um ihrer Mutter zu beweisen, dass sie gut für etwas ist, dass auch jemand wie sie berühmt sein kann“, erzählte Regisseurin Mia Spengler. „Ich wollte die Geschichte einer Frau erzählen, die von vielen zur Primetime im Reality-TV für ihre Beschränktheit verlacht werden würde. Eine Frau jedoch, die wie die meisten von uns hart kämpfen muss, um ihre Vergangenheit zu überwinden. Die viel im Leben zu tragen hatte und nicht immer den besten Weg gefunden hat, damit umzugehen. Aber die willens ist, das zu ändern. Angie verkörpert die Oberflächlichkeit unserer Zeit und die Verrohung unserer Gesellschaft. Doch sie ist gleichzeitig eine hoffnungsvolle Figur, eine tragisch-komische Heldin, die durch ihre Anstrengungen, mögen diese auch noch so hanebüchen sein, am Ende schafft sich zu transformieren und aus der Spirale des Selbsthasses heraus zukommen, indem sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben um eine andere Person kümmert.“

Und darum geht’s

Reality-TV-Sternchen Angie kommt frisch aus dem Drogenentzug. Eigentlich sollte das Ganze nur eine PR-Aktion sein, mit der sie sich einen Platz im nächsten Dschungelcamp sichern wollte. Doch die Konkurrenz ist hart in einer Welt in der Aufmerksamkeit als Währung gilt. Inzwischen hat sich auch noch ihr Freund und Manager von ihr getrennt und keiner ihrer sogenannten Freunde ist bereit sie aufzunehmen. Daher muss Angie zurück zu ihrer verhassten Mutter Monika in ihr Heimatkaff ziehen.

Ähnlich schwer hat es Angies pubertierende Schwester Kiki: Wegen ihrer Epilepsieerkrankung besteht Monika darauf, dass sie einen Schutzhelm trägt. Dieser isoliert sie auch effektiv von allen anderen Jugendlichen in ihrem Umfeld. Dabei will Kiki doch einfach nur dazu gehören.

"Back for Good": Aufstieg und weicher Fall eines Reality-Sternchens

Foto: 2018 Falko Lachmund

Ein Gefühl, das Angie sehr gut kennt. Als sie die Luftmatratze neben Kikis Bett bezieht, ist sie für ihre kleine Schwester wie ein Engel mit Silikonbrüsten, der perfekte Ratgeber, wenn es darum geht, sich aus der sozialen Isolation zu befreien. Und auch Angie fühlt sich ihrer kleinen Schwester unerwartet verbunden und verteidigt sie gegen Monikas übergriffiges Verhalten.

Doch als Monika nach einem Zusammenbruch ins Krankenhaus kommt, muss Angie plötzlich wirklich Verantwortung für Kiki übernehmen, dabei wollte sie doch eigentlich zurück ins Fernsehen. Was anfänglich wie eine Katastrophe scheint, wird zur bittersüßen Chance für alle drei Frauen sich zu transformieren.

"Back for Good": Aufstieg und weicher Fall eines Reality-Sternchens

Foto: 2018 Falko Lachmund

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