Sonntag, 20. Januar 2019 22:48 Uhr

Bald im Kino: „Helmut Berger, meine Mutter und ich“

Foto: Edition Salzgeber

„Was macht eigentlich Helmut Berger?“, fragt sich Bettina Vorndamme, Filmfan in den besten Jahren – und googelt los. Im Netz der Schock: Skandalauftritte, Dschungelcamp, Alkoholsucht!

Bald im Kino: "Helmut Berger, meine Mutter und ich"

Foto: Edition Salzgeber

Der Schauspielstar aus „Die Verdammten“ und „Ludwig“, einstmals „schönster Mann der Welt“, scheint nur noch ein Schatten seiner Selbst zu sein. Die Finanzcontrollerin aus Niedersachen beschließt, den Niedergang zu stoppen, und ist überzeugt: Der heute 74-Jährige braucht nur einen anständigen Auftrag, dann wird er schon wieder.

Mit Hilfe ihrer Tochter nimmt sie Kontakt nach Salzburg auf. Kurz darauf sitzt die Schauspielikone tatsächlich auf dem Sofa ihres Bauernhauses und trinkt Kaffee aus Omas Sammeltassen. Zwischen dem ungleichen Paar entwickelt sich eine innige Freundschaft – mit vielen Höhen und Tiefen. Und dann bekommt Helmut auch noch das Angebot, im Alter von 73 Jahren sein Theaterdebüt an der Berliner Volksbühne zu geben …

Bald im Kino: "Helmut Berger, meine Mutter und ich"

Foto: Edition Salzgeber

„Sofort wurde er wieder zum Schauspieler“

Filmemacherin Valesca Peters begleitet das Kennenlernen zwischen ihrer Mutter und dem eigenwiligen Schauspieler mit der Kamera – und nähert sich dem Menschen Helmut Berger dabei selbst immer mehr an. Während der Weltstar aus Bad Ischl sein Leben vor und hinter der Kamera ausbreitet, verwischen die Grenzen zwischen Kinomythen und persönlichen Erinnerungen. Ein liebevoller und intimer Film über einen sensiblen Künstler, über Familie und Wahlverwandtschaften, das Abstürzen und Wiederaufstehen – und darüber, dass sich ein Stück Würde im Leben manchmal wieder zurückholen lässt.

Bald im Kino: "Helmut Berger, meine Mutter und ich"

Foto: Edition Salzgeber

Es war allerdings nicht einfach, Berger menschlich nahe zu kommen, verriet Valesca Peters in einer Mitteilung des Verleihs. „Ich versuchte es zunächst ganz klassisch über Interviews. Doch sobald die Kamera lief, wurde er sofort zum Schauspieler. Er spielte die Interviews, gab wenig von sich preis. Er behauptete, ihm sei alles scheißegal. Ich wollte aber in diesem Film zeigen, dass das eigentlich gar nicht stimmt, dass er eine sehr sensible Person ist. Genauso erlebte ich ihn nämlich, wenn keine Kamera im Raum war. Also dachte ich mir einen Kunstgriff aus, um mehr über ihn zu erfahren: Ich ließ die Kamera aus und unterhielt mich einfach mit ihm. Unsere Gespräche drehten sich um ganz existentielle Themen: um Liebe, Einsamkeit, den Tod. Ich schrieb seine Antworten mit und fasste sie anschließend zu Texten zusammen. Diese Texte ließ ich Berger dann rezitieren und nahm dabei nur den Ton auf. Ich hatte das Gefühl, dass ihm das Rezitieren dabei helfen würde, seine innere Welt nach außen zu kehren.“

Bald im Kino: "Helmut Berger, meine Mutter und ich"

Foto: Edition Salzgeber

„Herzlich und normal“

Peters empfand Berger im Kreis ihrer Familie als sehr herzlich und „normal“. „Ich wollte diese Facette seiner Persönlichkeit unbedingt auch im Film haben, also beschloss ich, ihn ganz klassisch dokumentarisch mit der Kamera zu begleiten. Das funktionierte tatsächlich zusammen mit uns anderen besser, als ihn alleine zu filmen.“

Einen Trailer gibt es leider noch nicht. Der Film kommt am 7. März in die Kinos.

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