Bei WM 2022 in KatarBBC-Expertin Alex Scott trägt „One Love“-Binde im TV

Alex Scott hat eindeutig gezeigt, was sie von den angedrohten FIFA-Sanktionen hält. (wue/spot)
Alex Scott hat eindeutig gezeigt, was sie von den angedrohten FIFA-Sanktionen hält. (wue/spot)

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SpotOn NewsSpotOn News | 21.11.2022, 16:39 Uhr

Die FIFA hat Sanktionen angedroht, wenn Teamkapitäne bei der WM in Katar mit einer "One Love"-Binde auflaufen. Die BBC-Expertin Alex Scott hat nun ein Zeichen gesetzt.

Manuel Neuer (36) und weitere Fußballprofis wollten bei der WM in Katar mit einer "One Love"-Kapitänsbinde auflaufen. Nach vom Fußball-Weltverband FIFA angedrohten Sanktionen haben die an der Aktion beteiligten UEFA-Verbände aber einen Rückzug gemacht.

Die ehemalige Fußballspielerin Alex Scott (38), die unter anderem für die BBC als Expertin arbeitet, ging jedoch in die Offensive. Scott trug bei der TV-Übertragung im Rahmen des WM-Spiels England gegen den Iran zumindest am Spielfeldrand die "One Love"-Binde, wie unter anderem bei der BBC zu sehen ist.

Kapitäne tragen keine "One Love"-Binde

Das Eingreifen der FIFA und auch das Verhalten der betroffenen Verbände hat in der Fußballwelt für heftige Diskussion gesorgt. Neuer wird die Binde, die ein Herz in Regenbogenfarben zeigt, nicht auf dem Platz tragen. Mit der Kapitänsbinde wollten die teilnehmenden Verbände mehrerer Länder ursprünglich für Meinungsfreiheit und Gleichberechtigung einstehen. Bei der im September angekündigten Kampagne wollten neben Deutschland unter anderem auch England und die Niederlande mitmachen.

In einem Statement der beteiligten Verbände der UEFA-Arbeitsgruppe von Seiten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hieß es am 21. November jedoch, dass die FIFA "sehr deutlich gemacht" habe, sportliche Sanktionen verhängen zu wollen, sollten die Kapitäne die entsprechenden Armbinden bei den anstehenden Spielen tragen. Die Verbände könnten ihre Spieler "nicht in eine Situation bringen, in der sie mit sportlichen Sanktionen, wozu auch Verwarnungen gehören, rechnen müssen". DFB-Präsident Bernd Neuendorf (61) erklärt in der Mitteilung: "Wir erleben einen beispiellosen Vorgang in der WM-Geschichte. Die von der FIFA herbeigeführte Konfrontation werden wir nicht auf dem Rücken von Manuel Neuer austragen."

Die Moderatorin Lea Wagner (28) sagte in der "Tagesschau", dass die FIFA laut "Sportschau"-Informationen "massive Konsequenzen" angedroht habe. Dabei solle es sich nicht etwa nur um mögliche Platzverweise handeln. Die FIFA drohe demnach auch mit Punktabzug für die Teams.