Dienstag, 27. Januar 2015 21:07 Uhr

Benedict Cumberbatch nach rassistische Äußerung: „Ich bin ein Idiot“

Britenstar Benedict Cumberbatch (38) hat mit einer unbedachtenrassistischen Äußerung einen Sturm der Entrüstung verursacht. Das berichtet die britische Zeitung ‚Daily Mirror‘. Der ‚Sherlock‘-Star war nach den Screen Actors Guild Awards (kurz: SAG-Awards) am Sonntag (25. Januar) in Los Angeles in der ‚Tavis Smiley‘-Talk-Show des US-Senders PBS.

Benedict Cumberbatch über rassistische Äußerung: "Ich bin ein Idiot"

Da sprach er unter anderem über die schwierige Situation dunkelhäutiger Schauspieler in Großbritannien, genügend Rollenangebote zu bekommen. An sich eine gute Sache aber sein Pech war, dass er seine Wortwahl nicht genügend bedachte: „Was farbige Schauspieler angeht, ist es sehr schwierig in Großbritannien, denn viele meiner Freunde haben hier [in den USA] mehr Möglichkeiten als in England. Das sollte sich ändern.“ Und da war das „Unglück“ auch schon geschehen: Der Begriff „farbig“ ist aufgrund der amerikanischen Geschichte nämlich negativ behaftet, gilt als veraltet und – was noch schlimmer ist – sogar als diskriminierend. Wie nicht weiter verwunderlich, wurde Cumberbatch daraufhin in den sozialen Netzwerken mit einem Shitstorm überhäuft und als Rassist beschimpft. Als Reaktion veröffentlichte der ‚Sherlock‘-Star, der – wie berichtet – für seine Rolle als Alan Turing in ‚The Imitation Game‘ für einen Oscar nominiert ist, schließlich eine offizielle Entschuldigung.

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Es sei nicht seine Absicht gewesen, mit der unüberlegten Äußerung jemanden zu beleidigen: „Ich suche keine Ausreden dafür, ein Idiot zu sein aber jetzt ist der Schaden [schon] angerichtet.“ Weiter ergänzte er, dass dieser Vorfall gezeigt hätte, wie dringend „eine korrekte Terminologie [benötigt wird], die akkurat und nicht verletzend ist.“ Er wollte eigentlich nur für Gleichberechtigung von Schauspielern aller Hautfarben plädieren, fühle sich jetzt aber „wie ein Narr.“ Abschließend entschuldigte er sich noch mal für seinen verbalen Ausrutscher. In den Zeiten von Twitter und Co. genügt eben schon ein unbedachtes Wort, um im Internet ein wortwörtliches „Erdbeben“ zu verursachen. Ob das nun als gut oder schlecht zu bewerten ist, sei dahingestellt…(CS)

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