Berlin hat bundesweit höchste Corona-Inzidenz

dpadpa | 22.01.2022, 11:27 Uhr
Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD, r) spricht mit Krankenhausmitarbeitern über die aktuelle Versorgungslage in Berlins Krankenhäusern.
Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD, r) spricht mit Krankenhausmitarbeitern über die aktuelle Versorgungslage in Berlins Krankenhäusern.

Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Die Corona-Fallzahlen in der Hauptstadt sind weiter in die Höhe geschnellt.

Berlin hat derzeit die höchste Corona-Inzidenz aller Bundesländer. Die Inzidenz lag am Samstag bei 1473,1, wie aus den Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Am Vortag rangierte der Wert noch bei 1258,3.

Für ganz Deutschland liegt die Inzidenz bei 772,7. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben.

In der Hauptstadt wurden zwischen Freitag und Samstag laut RKI 14.087 neue Corona-Fälle verzeichnet. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich damit nachweislich 451.648 Menschen. Fünf weitere Tote wurden im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die offizielle Zahl der an oder mit Covid-19 gestorbenen Menschen liegt bei 4082.

Die Lage auf den Intensivstationen ist jedoch weiter unter Kontrolle: 16 Prozent der Intensivbetten in Berlin waren laut Senat mit Covid-19-Patienten belegt. Die Warnampel zeigte für diesen Wert Gelb. Der Wert lag weiter unter der kritischen Marke von 20 Prozent.

Ampel auf Gelb

Die Hospitalisierungsinzidenz steht bei 16,3 und bewegte sich damit anhaltend im kritischen Bereich. Die Ampel zeigte Rot. Der Wert gibt an, wie viele von 100.000 Menschen binnen einer Woche wegen Corona ins Krankenhaus mussten.

Für den Bezirk Mitte gab der Lagebericht des Senats einen Inzidenzwert von 2814,3 – noch einmal deutlich mehr als am Vortag (rund 2200). Gesundheits-Stadtrat Christoph Keller hatte am Freitag verschiedene Gründe für die Zahlen angeführt: Unter anderem sei das Verfahren zum Bearbeiten von Covid-19-Fällen der zahlreichen Krankenhäuser des Bezirks zu Jahresbeginn geändert worden. Positiv-Fälle würden nicht mehr nach dem Wohnortprinzip sortiert und anderen Gesundheitsämtern zugeordnet, sondern vom Gesundheitsamt Mitte bearbeitet und gemeldet.

Außerdem trage die Labordichte in Mitte zur hohen Inzidenz bei. Der Bezirk sei auch ein Zentrum für Büroarbeitsplätze und Freizeitveranstaltungen. Dort geführte Listen zur Anwesenheitsdokumentation würden dem Gesundheitsamt Mitte zugeordnet, erläuterte Keller.