Berliner Panda-Zwillinge feiern 2. Geburtstag – die neusten Bilder

Berliner Panda-Zwillinge feiern 2. Geburtstag - die neusten Bilder
Berliner Panda-Zwillinge feiern 2. Geburtstag - die neusten Bilder

© 2021 Zoo Berlin

31.08.2021 14:00 Uhr

Zwei Jahr sind sie jetzt alt: Die Panda-Zwillinge aus dem Berliner Zoo machen sich prächtig.

Zur ihrer Geburt wogen die Pandas etwa so viel wie eine Tafel Schokolade, seitdem haben Pit und Paule jedoch mächtig zugelegt und bringen mittlerweile jeweils rund 65 kg auf die Waage. Kein Wunder, denn rund 12 Stunden pro Tag verbringen Pandas mit Schlemmen.

Fette Torte mit Süßkartoffel-Kerzen

Anlässlich ihres zweiten Geburtstages wurden die Panda-Zwillinge im Zoo Berlin zum Frühstück mit einer besonders liebevoll gestalteten Bambus-Torte überrascht. Auf der rund 70 cm hohen Torte prangten zwar zwei große Kerzen, damit sich Pit und Paule jedoch nicht die Tatzen verbrennen, hat das Zoo-Team die leuchtend orangenen Flammen aus großen Süßkartoffeln geschnitzt. Und auch sonst unterschied sich die protzige Panda-Torte von den uns gewohnten Geburtstagstorten.

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© 2021 Zoo Berlin

„Für einen Nahrungs-Spezialisten wie dem Panda muss natürlich eine Sonderanfertigung her“, erklärt Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Anders als bei einer echten Sahnetorte waren keine Konditoren, sondern Tierpfleger und Handwerker aus dem Zoo im Einsatz.

„Die Torte muss nicht nur gut schmecken, sondern darf auch ein bisschen schick aussehen. Wir sind im Vorfeld mit dem Team durchgegangen, was bei der Panda-Torte alles beachtet werden muss“, erklärt Revierleiter Norbert Zahmel.

Täglich 60kg Bambus

„Scharfes Metall, ungenießbares Plastik und gefährliche Schlingen könnten zum Sicherheitsrisiko werden und dürfen nicht die Nähe unserer Schützlinge“, erklärt Zahmel. Die Bambustorte wurde mit süßem Apfel, saftigen Panda-Keksen und kleinen Rote Beete-Küchlein geschmückt.

Große Pandas ernähren sich zu 99% von Bambus und sind an den Verzehr des kalorienarmen Süßgrases angepasst. Sie haben einen vergrößerten Handwurzelknochen – eine Art Extradaumen – der das optimale Greifen der Bambusstäbe ermöglicht. Auch wenn Meng Meng und die Zwillinge täglich insgesamt 60 kg Bambus angeboten bekommen, trinken Pit und Paule auch jetzt noch gelegentlich Milch bei ihrer Mutter.

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© 2021 Zoo Berlin

Noch verstehen sich alle drei prächtig

Die Panda-Zwillinge Pit und Paule spielen leidenschaftlich gerne miteinander, charakterlich sind die beiden jedoch ziemlich verschieden. Während Pit buchstäblich an Mamas Rockzipfel hängt und auch deutlich eifriger beim täglichen Klickertraining dabei ist, ist der dickköpfige Paule richtig frech. Den frischen Bambus schnappen beide Bären ihrer Mutter jedoch regelmäßig vor der Schnauze weg. „Die drei verstehen sich nach wie vor sehr gut miteinander, doch wir wissen natürlich, dass die Zwillinge mittelfristig ihre eigenen Wege gehen müssen“, erklärt Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. „Noch steht jedoch nicht fest wann und wohin Pit und Paule ziehen werden“, ergänzt er. In der Regel trennen sich Mütter und Jungtiere in einem Alter von zwei bis vier Jahren. Es kann also sein, dass dies der letzte Panda-Geburtstag sein wird, den Pit und Paule in Berlin feiern.

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© 2021 Zoo Berlin

Hintergrund

Die Panda-Bärenbrüder Pit und Paule aus dem Berliner Zoo sind am Dienstag zwei Jahre alt geworden. Die mit Äpfeln und Süßkartoffeln verfeinerte Bambustorte ließen sich aber nur Paule und Mama Meng Meng schmecken.

Pit schien der Trubel zu viel zu sein: Er kletterte auf einen Baum und beobachtete die kleine Feier von oben. Laut Zoo-Sprecherin ist Paule ohnehin der frechere von beiden. Paule knackte auch die „2“, die es aus Eis zur Torte dazu gab.

Bei ihrer Geburt wogen die Pandazwillinge Pit und Paule demnach gerade einmal so viel wie eine Tafel Schokolade, nun bringen sie jeweils stattliche rund 65 Kilo auf die Waage. Die erste Panda-Geburt in einem deutschen Zoo am 31. August 2019 war eine Sensation. Pandas sind nicht nur Einzelgänger, sondern auch ausgesprochene Sex-Muffel. Nur an rund drei Tagen im Jahr besteht überhaupt Chance auf Nachwuchs. In Berlin hatte es vorher nie geklappt. Heute leben hier die einzigen Großen Pandas in Deutschland – nun vier.

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Paule, einer der beiden jungen Pandas im Berliner Zoo, läßt sich Bambus von der Geburtstagstorte schmecken.

© Paul Zinken/dpa

Der Papa lebt in anderem Gehege

Offiziell erhielten die Bärenbrüder die chinesischen Namen Meng Yuan und Meng Xiang. Das bedeutet erfüllter Traum und ersehnter Traum. Doch die Tierpfleger haben die Sache in Berliner Tradition vereinfacht. Sie tauften die beiden Pit und Paule.

Die Bärenbrüder haben nur Kontakt zur Mutter Meng Meng. Papa Jiao Qing lebt in einem getrennten Gehege. Es sei auch in freier Wildbahn üblich, dass lediglich die Mütter für die Aufzucht der Jungen zuständig seien, sagte Sperling.

Ihre aktivste Zeit haben Pit und Paule demnach am Vormittag. „Ansonsten verbringen sie den Tag schlafend, fressend und spielend wahlweise draußen auf der Außenanlage oder drinnen in der kühlen Innenanlage“, so Sperling. Wie lange die Bärenbrüder noch im Berliner Zoo bleiben, könne sie noch nicht sagen, so die Sprecherin.