Montag, 7. Februar 2011 14:48 Uhr

Bernd Eichinger: Bewegende Trauerfeier in München

München. In der Sankt-Michael-Kirche in München versammelten sich heute viele Freunde von Bernd Eichinger (61), um Abschied von ihrem Freund zu nehmen. Unter den Trauergästen Thomas Gottschalk, Katja Flint, Veronica Ferres, Sönke Wortmann, Bruno Ganz, Thomas Kretschmann, Uwe Ochsenknecht, Axel Milberg und Star-Regisseur Wolfgang Petersen.

Regisseur Tom Tykwer und Schauspielerin Martina Gedeck waren zwei der Trauerredner, die ihre Fassungslosigkeit über den frühen Tod des Ausnahme-Produzentens (‚Das Parfüm‘) in Worte fassten.

Vor dem Altar stand die Urne Eichingers, geschmückt mit einem Herz aus roten Rosen. Davor befand sich ein großes Schwarz-Weiß-Foto Eichingers, dass ihn bei der Verleihung des deutschen Filmpreises 2010 zeigte.

Besonders bewegend war auch die Rede von Eichingers langjährigem Weggefährten Uli Edel. Er erinnerte sich, den Macher von ‚Die unendliche Geschichte‘ und ‚Der Baader Meinhof Komplex‘ vor 41 Jahren auf der Kunsthochschule kennengelernt zu haben: In einem grünen Cordanzug, mit langen Haaren und Koteleten sei Eichinger wie „ein Rockstar“ ausgesehen. Aus anfänglicher Abneigung wurde eine tiefe Freundschaft und exzellente Zusammenarbeit. Edel wirkte auch bei der Veröffentlichung von Eichingers erstem Erfolg mit – ‚Die Kinder von Bahnhof Zoo‘.

Sehr persönlich war die Abschiedsrede von Günter Rohrbach, einem guten Freund der Familie. Er formulierte eine Ansprache an Bernd Eichinger, in der er sich darüber ausließ, wie unfair es von dem Produzenten sei, dass er – 20 Jahre jünger als Rohrbach – zuerst gegangen sei und dass er sich nicht in der Lage sehe, eine Totenrede auf seinen Freund zu halten: „Musste das sein, Bernd? Ich hätte doch auch zu deinem 70. sprechen könnten“, fragte der Produzent.

Am Ende der bewegenden Trauerfeier trugen Katja und Nina Eichinger die Urne von Bernd Eichinger zu den Klängen des ‚Beatles‘-Klassikers ‚Let It Be‘ zu ihrer letzten Ruhestätte. Eichingers Mutter mußte dabei gestützt werden.

Foto: Deutsche Filmakademie/ Michael Tinnefeld

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