15.06.2020 14:22 Uhr

Beyonce kämpft für getötete Afroamerikanerin Breonna Taylor

Beyoncé hat Maßnahmen wegen des Todes von Breonna Taylor gefordert. Der Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten hat in Amerika das Fass zum Überlaufen gebracht.

imago images / Starface

Überall in den Staaten holte die erneute Polizeigewalt Dunkelhäutigen gegenüber Menschen zu Demonstrationen und lauten Protesten auf die Straße und auch viele Prominente sprachen sich für Gerechtigkeit aus.

Beyonce fordert Konsequenzen

Beyonce hat nun ebenfalls einen Brief geteilt, den sie an den Justizminister von Kentucky, Daniel Cameron, geschickt hat. In dem Schreiben bittet sie ihn darum, dass die an der Erschießung der 26-jährigen Sanitäterin Breonna Taylor beteiligten Offiziere strafrechtlich angeklagt werden.

Breonna wurde im März erschossen, als sie in ihrer Wohnung schlief und laut ihrem Freund Kenneth Walker drei Louisville-Polizisten mit einem Durchsuchungsbefehl ohne Klopfen hereingestürmt sind. Deshalb hatte er gedacht, dass es sich um Eindringlinge handelte und ein Schusswechsel fand statt, bei dem acht der 20 Schüsse seine schlafende Partnerin trafen.

„Dies ist Ihre Chance, dieses Muster zu beenden“

Zwar hat der Bundesstaat Kentucky bereits das „Breonna-Gesetz“ durchgesetzt, nachdem auch bei einem Durchsuchungsbefehl angeklopft werden muss, für Beyoncé reicht das aber noch lange nicht. Sie schreibt in dem Brief, der auf ihrer Website geteilt wurde:

„Während ‚Breonnas Gesetz‘ in Louisville verabschiedet wurde und die Gesetzgebung eingeführt wurde, die auch No-Knock-Haftbefehle verbieten wird, sind diese kleinen Schritte in die richtige Richtung schmerzhafte Erinnerungen daran, dass es immer noch keine Gerechtigkeit für Breonna Taylor oder ihre Familie gegeben hat. Drei Monate sind vergangen – und die Untersuchungen der Polizei von Louisville haben mehr Fragen als Antworten geschaffen. Es wurden keine Verhaftungen vorgenommen und es wurden keine Offiziere entlassen.”

Der 38-jährige Star fordert eine strafrechtliche Verfolgung der drei an dem Vorfall beteiligten Polizisten:

„Mit jedem Tod eines Schwarzen durch die Polizei gibt es zwei wirkliche Tragödien: den Tod selbst und die Untätigkeit und Verzögerungen, die darauf folgen. Dies ist Ihre Chance, dieses Muster zu beenden. Ergreifen Sie schnelle und entschlossene Maßnahmen, um die Beamten zu belasten. Die nächsten Monate können nicht wie die letzten drei aussehen.“ (Bang)

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