06.03.2020 13:46 Uhr

Bill Clinton: Hillary spricht erstmals über die Lewinsky-Affäre

imago images / MediaPunch; Shutterstock/JStone

In einer neuen Doku-Serie über Hillary Clinton’s Leben spricht die Politikerin u.a. auch über ihren Wahlkampf 2016 und persönliche Tragödien. Auch die berüchtigte Affäre ihres Mannes Bill Clinton wird thematisiert.

Hillary Rodham Clinton, die ehemalige Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, hat in ihrem Leben viele Tiefschläge durchgemacht. Die spätere Wahlkampfkampagne der 72-Jährigen wurde vor allem durch die Affäre ihres Mannes mit Praktikantin Monica Lewinsky im Jahre 1998 beeinflusst. Immer wieder musste sich Hillary und ihre Ehe verteidigen. Doch wie sah es damals im Hause Clinton aus und was sagt Bill heute über das Drama?

Bill Clinton: Hillary spricht erstmals über die Lewinsky-Affäre

Frau Lewinsky 1998. Foto: Mark Reinstein/Shutterstock

Bill sollte es seiner Tochter selbst sagen

In der vierteiligen Doku „Hillary“, die am Freitag auf der USA-Streamingplattform Hulu erscheint, redete der 42. Präsident der USA über den Moment, indem er seiner Frau alles über die Affäre beichtete: „Ich habe mich an Hillary’s Bett gesetzt“, sagte Bill. „Ich habe ihr gesagt, was genau passiert ist. Ich sagte: „Ich fühle mich schrecklich deswegen […] Ich habe keine Rechtfertigung. Was ich getan habe ist unverzeihlich.“

Foto: Shutterstock/ Mark Reinstein

„Ich war am Boden zerstört“, sagte die ehemalige First Lady, die mittlerweile seit 45 Jahren mit Bill Clinton verheiratet ist. „Ich konnte es einfach nicht glauben. Ich war persönlich verletzt“, beteuerte die  Demokratin.

Hillary wollte, dass Bill es auch Tochter Chelsea gesteht: „Es war schlimm. Ich sagte: ‚Wenn das öffentlich wird, musst du es Chelsea sagen. Du musst es deiner Tochter erzählen. Das ist schlimmer als bei mir.'“ Der Moment zerriss dem 73-Jährigen das Herz: „Also habe ich es getan und es war grauenvoll. Verständlich, denn was ich tat war falsch. Ich hasste es einfach sie zu verletzen.“

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Hillary Clinton (@hillaryclinton) am Nov 28, 2019 um 5:36 PST

Monika diente der Ablenkung

Er kann seinen Fehler nicht rechtfertigen, beteuerte Bill in der Serie.  Zu der Zeit habe der damals 49-Jährige nur etwas gesucht, was ihn von seinem stressigen Alltag als Präsident ablenke. „Ich habe es getan, um mit seinen Ängsten umzugehen“, gibt der Amerikaner zu. Clinton habe nicht gewollt, dass seine Familie, sein Land und die Leute, mit denen er zusammenarbeitete, darunter leiden.

Auch die Karriere Monika Lewinsky hatte unter der Affäre gelitten: „Ich fühle mich schrecklich, dass Monica Lewinsky’s Leben dadurch definiert wurde. Ich habe sie über die Jahre beobachtet, wie sie versucht ein normales Leben wieder zu erlangen.“ Heutzutage setzt sich die 46-Jährige als Anti-Mobbing und Frauen-Aktivistin ein, nachdem ihre politischer Werdegang 1998 durch den Skandal ein abruptes Ende fand.