22.11.2020 08:59 Uhr

„Black Panther 2“: Dreh soll im Sommer starten – und das kommt auch noch alles

Die Produktion der mit Spannung erwarteten Fortsetzung von " Black Panther " soll nun offenbar im Juli 2021 beginnen.

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Der Marvel-Superheldenfilm sollte ursprünglich im März 2021 gedreht werden, doch der tragische Tod des Hauptdarstellers Chadwick Boseman im August verzögerte die Pläne, da sich Besetzung und Crew im Trauerprozess befanden.

Laut dem Branchenmagazin „Hollywood Reporter“ wird „Black Panther 2“ ab Juli 2021 in Atlanta gedreht, Ryan Coogler soll wieder als Regisseur fungieren. Die Dreharbeiten könnten dem Bericht zufolge sogar bis zu sechs Monate dauern.

Black Panther 2: Dreharbeiten sollen nächsten Sommer starten - und das kommt auch noch alles

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Kein digitaler Chadwick Boseman

Letitia Wright, Lupita Nyong’o, Winston Duke und Angela Bassett sollen erneut in ihren Rollen zu sehen sein und Netflix ‚“Narcos“ -Star Tenoch Huerta befindet sich angeblich in Gesprächen, um einen neuen Antagonisten zu spielen. Marvel hat sich dazu bisher nicht geäußert, stellte aber klar, dass CGI nicht verwendet werden wird, um Boseman weiter in dem Film darzustellen.

Die ausführende Produzentin von „Black Panther“, Victoria Alonso, bestätigte dies gegenüber der argentinischen Zeitung „Clarín“.

„Nein. Es gibt nur einen Chadwick und er ist nicht mehr bei uns. Leider ist unser König im wirklichen Leben gestorben, nicht nur in der Fiktion und wir nehmen uns ein wenig Zeit, um zu sehen, wie wir die Geschichte fortsetzen und wie wir dieses Kapitel bestmöglich ehren können. Es ist etwas Unerwartetes passiert und das ist so schmerzhaft und schrecklich, da muss man ehrlich mit umgehen“, erklärte sie.

Riesiger Kino-Erfolg

Boseman starb im August im Alter von 43 Jahren nach einem längeren Kampf gegen Darmkrebs. Er machte seine Krankheit nicht öffentlich, nur eine Handvoll Menschen in seiner Nähe wussten es.

Der Action-Thriller „Black Panther“ war ein enormer Kassenerfolg. Der Film spielte an der weltweiten Abendkassen über 1,3 Milliarden US-Dollar ein und ist der Film mit den höchsten Einnahmen, der jemals von einem schwarzen Regisseur gedreht wurde.

Serien haben Priorität

Während „Black Panther 2“ besondere Aufmerksamkeit erhält, werden indessen zahlreiche Disney + -Serien von Marvel-Filmproduzent Kevin Feige und seinem Team geplant. „Die Serien haben Priorität“, sagte eine Quelle des Unternehmens. „Sie hochzufahren erfordert viel Fokus. Die Filmmaschinerie ist ja schon gut etabliert. “

Im März beginnt das von Feige geführte Studio mit der Produktion von „She-Hulk“ mit Tatiana Maslany und mit Oscar Isaacs „Moon Knight“. Die Serien werden auf Disney + Premiere feiern. Marvel, die inzwischen ein Teil von Disney bzw. Disney + sind,  stürzen sich voller Eifer in neue Projekte, um nach den Worten von Disney-CEO Bob Chapek den 73 Millionen Abonnenten weltweit „erstklassige, auf Franchise basierende Inhalte“ zu liefern.

„WandaVision“ mit Elizabeth Olsen und Paul Bettany debütiert am 15. Januar bei Disney + und das Studio arbeitet daran, die ersten Staffeln „The Falcon and the Winter Soldier“ fertigzustellen, die beide teilweise schon vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie gedreht wurden. Das Studio begann außerdem kürzlich mit den Dreharbeiten zu „Ms.Marvel“ in Atlanta mit Newcomer Iman Vellani.

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Ganzes Filmuniversum geplant

Es scheint als wird im Moment sorgfältig für ein ganzes Filmuniversum geplant, das 23 Filme umfasst und weltweit 22,55 Milliarden US-Dollar einbringen soll. „Spider-Man 3“ und „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ sind bereits in die erfahrenen Marvel-Hände von Jon Watts und Sam Raimi gelegt worden.

Im Januar beginnt Taika Waititis Fortsetzung zu „Thor: Love and Thunder“ das mit einer breit aufgestellten Besetzung in Australien gedreht wird und aufgrund des hochkarätigen Ensembles unter Insidern mit „Avengers 5 “ gleichgesetzt wird. Das Studio wird Peyton Reed für einen neuen „Ant-Man“- Film  2021 zurück holen und beendet das Jahr mit „Guardians of the Galaxy Vol. 1. 3“, wieder mit Regisseur James Gunn.

Mit vier Filmen und zwei oder drei Serien wird Marvel sich also im Grunde genommen wie ein vollwertiges Studio verhalten und nicht nur wie der Arm eines größeren Unternehmens. Dies beinhaltet allerdings nicht die Entwicklung neuer Film-Franchises oder Fortsetzungen. Marvel trifft sich aber auch mit Autoren zum Neustart von „Blade“ mit Mahershala Ali und hat diese Woche Wendy Molyneux und Lizzie Molyneux-Loeglin, die Produzentinnen der Serie „Bob’s Burgers“ engagiert , um „Deadpool 3“ zu schreiben.