Montag, 9. Oktober 2017 14:10 Uhr

Weinstein Company schmeisst Hollywood-Mogul Harvey Weinstein raus

Das hätte man so nicht erwartet: Hollywood-Produzent Harvey Weinstein (65, „Gangs Of New York“, „The King’s Speech“) ist im Zusammenhang mit Vorwürfen angeblicher sexueller Belästigung von seinem Filmstudio, der weltberühmten The Weinstein Company (TWC), entlassen worden.

Weinstein Company schmeisst Hollywood-Mogul Harvey Weinstein raus

Produzent Harvey Weinstein 2016 in Pasadena, USA. Foto: Richard Shotwell

Das berichteten zuerst die „New York Times“, die „Washington Post“ und der öffentliche Sender NPR in der Nacht zum Montag übereinstimmend.

Entlassung mit sofortiger Wirkung

In einer Erklärung der TWC-Führung, die von den Medien wörtlich mitgeteilt wurde, hieß es: „Im Licht neuer Informationen, die über das Fehlverhalten von Harvey Weinstein in den vergangenen Tagen bekannt wurden, haben die Direktoren der Weinstein Company – Robert Weinstein, Lance Maerov, Richard Koenigsberg und Tarak Ben Ammar – beschlossen und Harvey Weinstein entsprechend informiert, dass seine Anstellung bei der Weinstein Company mit sofortiger Wirkung beendet ist.“

Die „New York Times“ hatte bereits am Donnerstag berichtet, dass der Hollywoodmogul, einer der erfolgreichsten Filmproduzenten der Welt, angeblich über Jahrzehnte Schauspielerinnen und Mitarbeiterinnen seiner Firma sexuell belästigt hatte. Der Zeitung zufolge hatte Weinstein wenigstens acht Frauen mit Schweigegeld davon abgehalten, an die Öffentlichkeit zu gehen.

Weinstein ist ein cholerischer Despot

Donald Trumnp ließ sich sogar zu der vorlauten Bemerkung hinreißen, dies überrasche ihn gar nicht. In einem Kommentar des Nachrichtenmagazins ‚Der Spiegel‘ heißt es: „Das Problem sitzt tiefer – und Hollywood duldete es.“ Weiter heißt es: „Weinstein war seit jeher als cholerischer Despot berüchtigt. Er brüllte Filmemacher, Angestellte und Reporter an, manipulierte Oscar-Kampagnen, schüchterte selbst Megastars ein: ‚Ich bin der verdammte Sheriff dieser verdammten, gesetzlosen Scheißstadt'“. Damit aber er zwar New York gemeint, „aber es galt auch für Hollywood“…

Erst am Wochenende hatte die Produktionsfirma angekündigt, interne Untersuchungen einzuleiten. (dpa/KT)

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