Freitag, 20. September 2019 11:10 Uhr

Brad Pitt stellt fest: Der Jugend fehlt es an Ausdauer beim Filmegucken

Foto: imago images / ZUMA Press

Brad Pitt ist sich nicht sicher, ob es in Zukunft weiter Filme geben wird. Der ‚Ad Astra‚-Schauspieler glaubt nicht, dass die „heutige Jugend“ über die nötige Aufmerksamkeitsspanne verfügt, um sich einen ausgedehnten Film anschauen zu können.

Deshalb überrascht es ihn nicht mehr, wenn Menschen zugeben, viele Hollywood-Klassiker noch nie gesehen zu haben.

„Ich bin nicht mehr geschockt“

Der amerikanischen Ausgabe des Magazins ‚GQ‘ sagte Brad Pitt: „Ich denke über die Zukunft von Filmen nach. Das tue ich wirklich. Da draußen gibt es so viele Inhalte, so viele Wegwerfsachen, so dass viel verloren gehen kann. Ich liebe einen langsamen, nachdenklichen Film – ich wuchs mit dem Autokino auf und mit den Filmen, die wir sehen konnten, und damals hatten wir drei Fernsehsender.“

Weiter sinniert er: „Schaue ich mir heute die Jugend an und sie absorbieren so viele Informationen und scheinen es mehr in schnellen Dosen zu mögen und haben nicht unbedingt die Ausdauer, um sich zwei Stunden für einen Film hinzusetzen. Sie würden lieber kurz eine Serie schauen und dann einer anderen folgen, wenn sie es wollen, oder zu etwas anderem wechseln.“

Mit dem Wandel habe er sich bereits abgefunden, sagt er selbst „Ich bin nicht mehr geschockt, wenn ich einen 20-Jährigen frage ‚Hast du ‚Der Pate‘ gesehen?‘ und er sagt nein. […] Und ich frage mich, ob sie es jemals tun werden. Da sage ich: ‚Oh, hat der Film eine Zukunft? Was wird überleben?'“

Ein großer Fehler

Der 55-jährige Schauspieler glaubt, es ist ein „Fehler“, wenn der Erfolg von Filmen an den Einnahmen des Eröffnungswochenendes gemessen wird. Stattdessen sollte es darum gehen, ob eine Produktion die Zeit überdauert.

„Alle meine Lieblingsfilme habe ich abseits der Fakten gefunden“, erklärte der Ex-Mann von Angelina Jolie. „Die Geschichte ist voll von Filmen, die wir heute lieben, die aber katastrophale ‚Bomben‘ während der Eröffnungswochenenden waren. Und wir entdecken sie später.“

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