Britische Variante in Neuseeland wieder im Griff

Jacinda Ardern, Premierministerin von Neuseeland, spricht mit den Medien.
Jacinda Ardern, Premierministerin von Neuseeland, spricht mit den Medien.

Nick Perry/AP/dpa

17.02.2021 08:35 Uhr

Mutanten-Alarm in Neuseeland: Dort wurde erstmals die zuerst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante festgestellt worden, aber inzwischen haben die Behörden die Lage unter Kontrolle.

Nach einem dreitägigen Lockdown wegen des Auftauchens der britischen Coronavirus-Variante in Auckland werden die Maßnahmen in Neuseelands größter Stadt weitgehend wieder aufgehoben.

Am Donnerstag dürften Schulen und Geschäfte wieder öffnen. Zudem seien Treffen von bis zu 100 Personen erlaubt, sofern sie die Regeln der sozialen Distanz einhielten, teilte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Mittwoch mit. Voraussichtlich am Montag würden dann alle Maßnahmen beendet, hieß es.

Am vergangenen Wochenende waren drei Menschen positiv auf die britische Variante getestet worden. Bei den Infizierten handelte es sich um Mitglieder einer Familie im Süden der Millionenstadt. Bei großangelegten Tests seien seither drei weitere Infizierte entdeckt worden, die aber alle aus der gleichen Familie stammen, sagte der Chef der Gesundheitsbehörde, Ashley Bloomfield.

Wegen extrem strenger Maßnahmen und genauer Kontaktverfolgungen ist Neuseeland mit seinen gut fünf Millionen Einwohnern bislang extrem erfolgreich im Kampf gegen das Virus. Der Inselstaat ist schon lange zu einer weitgehenden Normalität zurückgekehrt. So gibt es auch wieder voll besetzte Stadien ohne Maskenpflicht.

Insgesamt wurden bislang nur etwa 2000 Infektionen bekannt, 25 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Dem australischen Lowy-Institut zufolge hat Neuseeland das weltweit beste Management der Corona-Krise bewiesen.

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