Montag, 9. April 2018 20:06 Uhr

Bryan Cranston über den Saustall Hollywood: „Es gibt Hoffnung!“

Bryan Cranston möchte ein neues Hollywood mit „gegenseitigem Respekt“ aufbauen. Der ‚Breaking Bad‘-Star ist großer Verfechter der Time’s Up-Bewegung und ist sich sicher, dass die Zeit von „älteren, weißen Männern“, die ihre Machtposition ausnutzen, endgültig vorbei ist.

Bryan Cranston über den Saustall Hollywood: "Es gibt Hoffnung!"

Foto: Joe Alvarez

Stattdessen möchte er die Filmindustrie auf einer neuen Grundlage wiederaufbauen. Im Interview mit ‚Mail Online‘ wurde der 62-Jährige gefragt, wieso er die Initiative unterstützen würde, woraufhin er antwortete: „Weil die Zeit um ist. Der Zustand, dass ältere, weiße Männer die Welt kontrollieren und tun und lassen können, was sie wollen, ist vorbei. Mit jeder Person, deren Taten öffentlich gemacht werden, und jedem Täter, egal ob es sich um sexuelle Übergriffe oder Machtmissbrauch handelt, fällt dieses System. Und wir können es dann auf einer neuen Ebene mit gegenseitigem Respekt wiederaufbauen. Jeder sollte unabhängig von seinem Geschlecht, seiner sexuellen Orientierung und seiner Herkunft denselben Respekt erfahren. Im Moment ist es schlammig und es ist hart, aber es gibt Hoffnung.“

Keine Rücksicht auf Weinstein & Co.

Weniger Hoffnung sieht Cranston allerdings, wenn es darum geht, dass die Gesellschaft Harvey Weinstein und Kevin Spacey verzeihen soll. Das würde sehr viel Zeit und Mühe in Anspruch nehmen, ist sich der Schauspieler sicher.

Gegenüber ‚BBC‘ erklärte der ‚Malcolm mittendrin‘-Darsteller: „Es würde lange dauern, bis die Gesellschaft ihnen verzeihen kann. Und es würde einen enormen Beitrag von ihrer Seite kosten. Und sie müssen erkennen, dass sie ein tiefsitzendes psychisches und emotionales Problem haben, das Jahre braucht, um es zu beheben.“

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren