10.05.2020 22:25 Uhr

Kobe Bryants Witwe zeigt US-Polizei an – wegen Fotos von der Absturzstelle

Foto: Imago Images / UPI Photo

Ihr Mann und ihre Tochter kamen Anfang des Jahres auf tragische Weise ums Leben. So richtig zur Ruhe kommt die Witwe von Basketball-Legende Kobe Bryant seitdem aber nicht. Jetzt sah sich die 38-Jährige gezwungen, Anzeige gegen die Polizeibehörde von Los Angeles einzureichen. Das berichtet das „People“-Magazin.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Vanessa Bryant ? (@vanessabryant) am Apr 18, 2020 um 10:00 PDT

Emotionale und seelische Qualen

Es geht um die Veröffentlichung von Fotos, angeblich aufgenommen vom Los Angeles County Sheriffs Department, die die Leichname ihres Mannes Kobe Bryant und ihrer Tochter Gianna an der Hubschrauber-Absturzstelle zeigen sollen.

Die 38-Jährige verlangt nun offenbar Schadenersatz für emotionale und mentale Qualen, nachdem sie erfahren hatte, dass acht Beamte Fotos der Absturzszene mit ihren persönlichen Handys gemacht hatten. Dies geschah, obwohl Vanessa am Morgen des Absturzes persönlich mit dem leitenden Polizeichefs gesprochen hatte, um die Sicherung der Privatsphäre vor Ort zu gewährleisten.

Beamten machten Fotos „für eigene Zwecke“

In einem Dokument, das dem „People“-Magazin vorliegt, heißt es: „In Wirklichkeit waren nicht weniger als acht Sheriff-Deputys vor Ort, um Handyfotos der toten Kinder, Eltern und Trainer zu machen“. Und weiter: „Wie die Abteilung später zugab, gab es keinen Ermittlungszweck für die Beamten, um Fotos zu machen. Vielmehr machten sie sie für ihre eigenen persönlichen Zwecke.“

Kobe Bryant, seine 13-jährige Tochter Gianna und sieben weitere Personen starben am Morgen des 26. Januar bei dem Helikopterabsturz in der Nähe von LA. bei dichtem Nebel.