Samstag, 6. Januar 2018 18:37 Uhr

Buch-Hit über Trump: Das ist das Ende seiner Präsidentschaft?

Das Buch ‚Fire and Fury – Inside the Trump White House‘ von US-Autor Michael Wolff über US-Präsident Donald Trump hat in den USA einen selten erlebten Ansturm auf die Buchläden in den USA ausgelöst. Der Autor glaubt ganz sicher, dass mit seinem Enthüllungswerk das Ende der einjährigen Präsidentschaft des etwas irren, aber gefährlichen Egozentrikers im Weißen Haus eingeläutet werde.

Buch-Hit über Trump: Das ist das Ende seiner Präsidentschaft?

Knopf im Ohr scheint auch nicht zu helfen. Donald Trump, hört eh nicht hin. Foto: Newspix.pl /WENN.com

Die Biografie, die sich vor allem auf Aussagen von Leuten aus dem Umfeld Trumps stützt, erschien bereit6s gestern, statt am kommenden Dienstag. Blöd Begründung gab man das große Interesse an. Viel mehr dürfte dahinter ein geschicktes Taktieren des Verlages stecken – möglicherweise das Umgehen einer Einstweiligen Verfügung um einen möglichen Verkaufsstopp. Denn ein Buch, das einmal verkauft ist, kann man auch durch Gerichtsbeschluss nicht mehr zurückholen. Doch Trumpf Anwälte haben offenbar erfolglos versucht, eine Auslieferung zu stoppen.

Der durchaus umstrittene Journalist Michael Wolff erklärte nun heute in einem BBC-Interview, dass sein Bestseller der Auslöser für das Ende der Trump-Regierung sein werde, die ja noch kein Jahr im Amt ist. In der ‚Today‘-Show sagte der Autor, dass er finde, eine der interessantesten Auswirkungen des Buches sei, dass die Leuten plötzlich feststellen: „Es ist wahr, der Kaiser hat keine Kleider an“. Und diese Erkenntnis werde „letztlich seine Präsidentschaft beenden“. (Für alle Nicht-Märchen-Fans hier der Hintergrund zu ‚Des Kaisers neuen Kleidern‘).

Platz 1 auf Bücher-Bestsellerliste

In der Tat scheint sich Donald Trump sein Wirken im Weißen Haus schlimmer zusammenzulügen als es sich je ein kommunistischer Machthaber in seiner Diktatur zu erträumen versucht hätte. Doch weite Teile seiner Entourage haben davon offenbar die Schnauze gestrichen voll. Wolff weiter: „Er ist intellektuell außerstande, Präsident der Vereinigten Staaten zu ein. Er liest nicht, er hört nicht zu, er ist hochgradig uninteressiert an den größeren Problemen der Welt.“

Der so arg Gescholtene feierte heute Morgen erwartungsgemäß wie ein beleidigtes Kind via Twitter zurück, dass er es doch on einem „sehr erfolgreichen Geschäftsmann“ zu einem „Top-Fernsehstar“ und gleich „im ersten Anlauf“ zum US-Präsidenten gebracht habe. Doch es kommt noch schöner: Trumph, dem man immer häufiger erste Anzeichen einer Alzheimer-Erkrankung nachsagt, schreibt bei Twitter: „Ich glaube, das würde ich nicht als klug, sondern als Genie bezeichnen – als ein sehr stabiles Genie!“.

Das Enthüllungs-Buch ist bereits jetzt an die Spitze der Bestsellerliste der ‚New York Times‘ geschossen und porträtiert Trump als ein Idioten, der nie geglaubt habe, dass er die Wahlen 2016 ernsthaft gewinnen würde. (PV)

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