Bushido verlässt seit 2019 das Haus nicht mehr: „Ich habe Angstattacken“

Bushido verlässt seit 2019 das Haus nicht mehr: "Ich habe Angstattacken"
Bushido verlässt seit 2019 das Haus nicht mehr: "Ich habe Angstattacken"

IMAGO / Olaf Wagner

25.03.2021 13:55 Uhr

Bereits seit sieben Monaten sagt Bushido gegen seinen ehemaligen Freund und Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker und einen Teil seiner Familie vor dem Berliner Landgericht aus.

Nachdem sich die beiden Parteien nach einer jahrelangen Freundschaft und beruflichen Partnerschaft zerworfen haben, treffen sie nun vor Gericht wieder aufeinander.

Freiheitsberaubung, Erpressung und Beleidigung

Angeklagt sind Arafat Abou-Chaker und seine Brüder Yasser, Nasser und Rommel. Es geht um versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung und Beleidigung.

Bereits bei den vorherigen Prozesstagen packte der Berliner Rapper detailreich über die Beziehung zwischen ihm und Arafat, über die Machenschaften innerhalb der Rapszene und Geldsummen aus, die er an Arafat abtreten musste.

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So geht es Bushido wirklich

An Tag 29 im Prozess spricht Bushido nun über seine allgemeine Gemütslage und gibt dabei Überraschendes preis. In seinen Songs und nach Außen hat Bushido immer den starken, harten Gangster-Rapper gemimt.

Doch wie es wirklich in ihm aussieht, hat er nie preisgegeben – bis jetzt! Denn vor Gericht sprach der Rapper jetzt erstmals über Ängste und wie sehr die ganze Situation ihn, seine Frau Anna-Maria Ferchichi und die gemeinsamen Kinder belastet.

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Bushido: Angst- und Panikattacken

Der Rapper sagt, dass ihn der Prozess und das Geschehene in seinem privaten Leben begleite: „Ich würde mich auch gern nicht mehr mit Arafat, mit allen Abou-Chakers, beschäftigen. Ich leide an Angst- und Panikattacken und an starker Migräne“, zitiert ihn RTL.

Unter Panik- und Angstattacken hatte er schon in seiner Jugend gelitten. Durch die Übergriffe von Arafat Abou-Chaker im Jahr 2018, sollen diese aber wieder zurückgekommen sein.

Bushido berichtet von einer Panikattacke, die er erst kürzlich erlitten habe, bevor er zu Bett gehen wollte: „Ich merkte, dass mein rechter Fuß taub wird. Ich habe versucht ihn zu fühlen und an den Haaren gezogen.“ Auch seine Frau Anna-Maria konnte ihn in diesem Fall nicht beruhigen.

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Ständiger Personenschutz

Seit einiger Zeit befinde sich der Familienvater auch in psychologischer Behandlung, von dem Stress habe er sich eigentlich durch ausgiebige Spaziergänge erholt: „Das ist heute nicht mehr möglich“, so der Rapper – zu groß seien seine Ängste.

Allgemein soll Bushido kaum noch das Haus verlasen, das letzte Mal im Januar 2019. Seitdem wird er Tag und Nacht von Personenschützern bewacht. Die Personenschützer sorgen zwar auch für die Sicherheit von ihm und seiner Familie, engen die Familie natürlich aber auch massiv ein. Es soll ihm ein Gefühl des Eingesperrtseins geben.

Trotz der psychischen Belastung und der anhaltenden Panikattacken, sieht Bushido von Medikamenten ab. „Ich habe noch nie Psychopharmaka, Beruhigungsmittel oder Schlafmittel genommen.“ „Ich habe Todesangst vor Nebenwirkungen“, zitiert ihn die „Bild“-Zeitung weiter.

Nach einer Pause soll der Prozess am 12. April fortgeführt werden.

(TT)