Capital Bra war gestern – hier kommt Zartmann!

Capital Bra war gestern - hier kommt Zartmann!

© Universal Music

19.02.2021 20:00 Uhr

Sido oder Bushido sind sowas von gestern! Ufo361, Luciano und Capital Bra nur eine Zwischenstation. Die nächste Generation von Rappern geht an den Start. Zartmann ist einer von ihnen.

Du wohnst zwar nur „2 Blocks“ entfernt, trotzdem sehe ich dich nicht mehr. Zartmann gehört zu den jungen neuen Talenten aus Berlin, die gerade auf bestem Wege sind, die Musiklandschaft Deutschlands, besonders im Rap-Geschäft, ordentlich auf den Kopf zu stellen.

Bei ihm trifft Rap auf Gesang, eine leicht arrogante Attitüde auf emotionales Einfühlungsvermögen, was ihn letztendlich mehr Nähe zum Pop verschafft, als zum klassischen Rap. Das ist megacool so.

Capital Bra war gestern - hier kommt Zartmann!

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Fettes Debüt von „Zartmann“

Mit „2 Blocks“ steht nun die Debütsingle des Ryan-Phillippe-Lookalike aus Teenie-Tagen an, schwermütig melancholisch, passt sie perfekt zum aktuellen Zeitgeist. Abgesehen von der rotzigen Stimme, die man dem gar nicht zugetraut hätte.

Produziert wurde das Ganze von Aaron Lovac unter dem Labeling „drumlaaa“. Aaron ist einer der drei Brüder der Popband 3A, die seit 2017 in einer „Pause“ verschwanden.

Wie sich die beiden aufeinandergestoßen sind, ließ uns Zartmann per Brieftaube zukommen und die Geschichte geht so: Beide trafen sich erstmals im Januar 2020 im „Haus2000“, in den 1A-Songwritingstudios und der Berliner Kreativsschmiede für Hits überhaupt.

Capital Bra war gestern - hier kommt Zartmann!

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Zartmann ist keine Eintagsfliege

Dort hat man die beiden zusammen in ein Studio eingesperrt und Artist Manager Chris Raab drohte: „‚Ihr kommt erst raus, wenn ihr einen Hit produziert habt.‘ Das haben wir dann auch direkt gemacht'“, so Aaron gegenüber klatsch-tratsch.de über die gemeinsame Gefangenschaft. Und keck schob er hinterher: „Um die andere Frage vorweg gleich mit zu beantworten: Nein, bei ‚2 Blocks‘ handelt es sich nicht um eine Eintagsfliege.“

Aaron weiter: „Wir haben in der letzten Zeit über 30 Songs geschrieben, denn was man über Zartmann sagen kann: er weiß ganz genau was er will. Noch nie kam er ohne ein Konzept in die Session, bei ihm entstehen die Songs bereits vorher im Kopf.“

Und in welche musikalische Richtung soll es künftig gehen? Aaron: „Zartmann Musik lässt sich schwer in Worte fassen, weil sich jedes Projekt an einer neuen Inspirationsquelle bedient. Sich jedes mal neu zu orientieren und bewusst neue Sounds auszuprobieren macht uns enorm Spaß und ist zu gleich eine musikalische Herausforderung.“

Capital Bra war gestern - hier kommt Zartmann!

© Anna-Maria Salewski

Den Namen muss man sich merken (und die Stimme auch)!

Zurück zum Song. Getrennt sein, doch gleichzeitig die Nähe vermissen – „2 Blocks“ ist der emotionale Soundtrack zum aktuellen Gefühl nicht nur einer heranwachsenden Generation, sondern einer ganzen Gesellschaft. Wer sich seine Kurzvideos auf Instagram ansieht, der weiß: von diesem jungen Mann werden wir dieses Jahr noch viel zu hören bekommen! Wenn die Straße abends wieder weint, dann wär ich gern zu zweit, ich bin nicht gern allein.

Kurz gesagt, Zartmann muss man sich merken. Und Lauscherchen aufgesperrt! Das bleibt spannend!