Dienstag, 3. Dezember 2013 17:20 Uhr

„Carrie“ ist wieder da – Alles über das Remake des Stephen-King-Klassikers

Mit ‚Carrie‘ inszeniert Regisseurin Kimberly Peirce in neuer und bedrückender Intensität die Geschichte der verschüchterten Außenseiterin Carrie (Chloe Moretz), die nicht nur unter den Anfeindungen ihrer Mitschüler zu leiden hat.

"Carrie" ist wieder da - Alles über das Remake des Steven-King-Klassikers

Denn bei aller Sehnsucht nach Normalität findet sie auch Zuhause keine Zuflucht, wo sie dem religiösen Fanatismus ihrer Mutter (Julianne Moore) ausgesetzt ist. Schließlich entdeckt Carrie ihre telekinetischen Kräfte, die mit jeder Demütigung stärker werden, der sie ausgesetzt ist. Als das Spiel mit ihr auf dem Abschlussball zu weit getrieben wird, mündet das Fest in einer Katastrophe…

Fast vierzig Jahre nach der ersten Verfilmung von Stephen Kings 1974 erschienenem Roman ‚Carrie‘ durch Regisseur Brian De Palma erlebt der Horrorfilm-Klassiker 2013 mit Peirces Neuinszenierung ein beeindruckendes Comeback. Deutscher Kinostart ist an diesem Donnerstag.

Ein wichtiger Grundstein für die erfolgreiche Wiedergeburt des Kultfilms war zunächst natürlich eine passende Besetzung des Regie-Stuhls. Die Wahl fiel auf Regisseurin Kimberly Peirce, die mit ihren letzten Filmen ‚Boy’s Don’t Cry‘ und ‚Stop-Loss‘  bewiesen hatte, dass sie über das richtige Gespür und die nötigen Fertigkeiten für die Inszenierung einer Outsider-Geschichte wie der von ‚Carrie‘ verfügte.

Peirces Anliegen war es, in erster Linie Kings Romanvorlage gerecht zu werden und sich nicht zu sehr an deren erster Verfilmung zu orientieren.

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„Ich wollte Stephen Kings Kernaussage einfangen“, sagt die Regisseurin. „Deshalb griff ich auf seine ursprüngliche Charakterisierung von Carrie, ihrer Mutter und der anderen Mädchen zurück, und auf Carries Reaktion auf das Mobbing. Sie ist ein Sonderling und eine Außenseiterin, die wie die meisten von uns geliebt und akzeptiert werden möchte. Als sie ihre besonderen Fähigkeiten entdeckt, schöpft sie für ihr Dasein in dieser Welt Hoffnung. Vielleicht gibt es noch andere, die so sind wie sie. Diese Idee gefiel mir sehr.“ So konzentrierte sich Peirce aus einer modernen Perspektive auf Carries Kräfte.

Auf die Frage, was diese Kräfte sind, wie Carrie sie erforscht und versucht, sie zu meistern. „Sie kann die Kräfte benutzen, wann sie es will, aber sie werden auch ungewollt als emotionale Reaktion hervorgerufen, die sie nicht kontrollieren kann. Ich war fasziniert von der Idee, daraus eine Art Superhelden-basierte Story zu formen“, erklärt die Regisseurin.

Anders als die Original-Carrie Sissy Spacek, die bereits Ende 20 war, als sie die Rolle übernahm, ist die neue Carrie Chloë Grace Moretz ein leibhaftiger Teenager. Dies war nicht nur für die Identifikation mit ihrer Figur und deren Welt ein wichtiger Punkt, sondern auch für die Glaubwürdigkeit einer modernen Version des Films, dem das heutige Publikum eine Darstellerin, die selbst schon 26 oder noch älter ist, sicherlich nicht abgenommen hätte. Hier aber könnten die Zuschauer Chloë gewissermaßen auf der Leinwand vor sich beim Erwachsenwerden zusehen, betont Regisseurin Peirce.

„Als ich mich mit Chloë unterhielt, war sie gerade selbst zum Abschlussball eingeladen worden. Also fast zur gleichen Zeit, in der wir unseren Film drehten.“

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Carries telekinetische Fähigkeiten wie auch die blutig-zerstörerische Abschlussball-Sequenz wurden mit Hilfe einer Kombination verschiedener Effekte realisiert. Dabei kamen sowohl Old-School-Kameratricks und Stunts als auch modernste digitale Effekte zum Einsatz. Bei der Abschlussball-Sequenz wurden die Darsteller beispielsweise digital eingescannt und konnten so inmitten all der Zerstörung als digitale Kopien auftreten. Für die Szenen, in denen Carrie ihre Telekinese-Kräfte gegen ihre Mutter Margaret (Julianne Moore) einsetzt, griff das Team auf eine Mischung aus verkabelter Aufhängung und separat gefilmten Posen zurück, wodurch ein überzeugend gruseliger Effekt entstand.

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Während der Produktion wurde schließlich auch besonders darauf geachtet, das richtige Maß für die digitalen Effekte zu finden und sie nicht überhand nehmen zu lassen.

Sichtlich angetan vom Endergebnis ihrer Arbeit gibt Regisseurin Kimberly Peirce zu Protokoll: „Ich denke, unser Film ist ein wilder Spaß, aber er hat auch eine tiefere Bedeutung. Für die Zuschauer wird es eine einzigartige Erfahrung sein!“.

Fotos: SonyPictures

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