Montag, 24. Februar 2020 08:45 Uhr

Catherine Deneuve will nicht als Diva oder Ikone bezeichnet werden

© 2019 PROKINO Filmverleih GmbH / Laurent Champoussin

Die französische Schauspielerin Catherine Deneuve will, dass die Leute sie ganz normal betrachten. Wie soll das denn gehen?

Catherine Deneuve kann Beschreibungen von sich als Diva, Ikone, Göttin oder Königin nicht leiden. „Ich habe mich nie als Diva gesehen“, sagte die 76-Jährige der „Augsburger Allgemeinen“. Sie möge auch den Begriff „Ikone“ des französischen Films nicht. „Wer will schon als Ikone betrachtet werden? Irgendwann fangen die Leute dann an, dich schlecht zu machen. Ich möchte mich ganz normal in der Öffentlichkeit bewegen. Mich als Königin oder als Göttin zu behandeln ist lächerlich.“

Catherine Deneuve will nicht Diva oder Ikone bezeichnet werden

© 2019 PROKINO Filmverleih GmbH / Laurent Champoussin

Sie nehme kaum ernst, was über sie geschrieben werde, sagte Deneuve. „Wenn ich zu Hause bin, laufe ich im Trainingsanzug oder in Jeans herum.“ Sie fügte hinzu: „Ich gebe zu, da kann schon ein Trainingsanzug von Yves Saint Laurent dabei sein. Aber es stimmt schon, die Leute sind enttäuscht, wenn sie mich so sehen. Was soll ich machen. Auf dem Land bei der Gartenarbeit ist so eine Kleidung wesentlich praktischer und bequemer.“

La Vérité – Leben und Lügen lassen

Ab 5. März ist Deneuve im Film „La Vérité – Leben und Lügen lassen“ des japanischen Regisseurs Hirokazu Kore-eda im Kino zu sehen.

Der japanische Regisseur Hirokazu Kore-eda gewann bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2018 die Goldene Palme für sein Familiendrama „Shoplifters“ und zählt zu den gefragtesten Arthouse-Filmemachern der Gegenwart. Für „La Vérité“ drehte er zum ersten Mal außerhalb seines Heimatlands und vereint mit Juliette Binoche und Catherine Deneuve zwei der bedeutendsten französischen Filmschauspielerinnen unserer Zeit erstmals gemeinsam vor der Kamera.

Darum geht’s

Die französische Filmdiva Fabienne (Catherine Deneuve) mimt in ihren Memoiren vortrefflich die Rolle der hingebungsvollen, liebenden Mutter. Ihre Tochter Lumir (Juliette Binoche) hingegen hat ganz andere Erinnerungen an die Kindheit mit einer Frau, die sich stets im Licht der Öffentlichkeit sonnte. Als die Drehbuchautorin mit Ehemann Hank (Ethan Hawke) und dem gemeinsamen Kind aus New York nach Paris zurückkehrt, versucht sie, ihre Mutter mit den verdrehten Wahrheiten in deren Autobiographie zu konfrontieren. (dpa/KT)

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