Dienstag, 24. Juli 2018 21:00 Uhr

Charlie Hunnam in „Papillon“: Eine ganz besondere Herausforderung

Das Reboot des 1973er Kultfilms „Papillon“, legendär dank der fulminanten Hauptdarsteller Steve Mc Queen und Dustin Hoffman, kommt am 26. Juli in die deutschen Kinos. Wir stellen den Hauptdarsteller der Neufassung, Charlie Hunnam, etwas näher vor.

Charlie Hunnam in "Papillon": Eine ganz besondere Herausforderung

Ankunft in Französisch-Guayana: Papillon (Charlie Hunnam) ahnt, was ihm bevorsteht. Foto: Constantin Film

Hunnam ist dem TV-Publikum vor allem bekannt aus seiner Rolle als „Jax“ Teller in der Serie „Sons of Anarchy“. Immer wieder spielte er auch in großen Filmproduktionen mit, ohne dabei jedoch wirklich ins Lampenlicht zu rücken – zu seiner bemerkenswerten Filmographie gehören etwa „Unterwegs nach Cold Mountain“ (2003), „Children of Men“ (2006) und der Endzeit-Blockbuster „Pacific Rim“ (2013).

Seine Rolle des Underdog scheint sich aktuell allerdings zu wandeln. So beeindruckte Hunnam zuletzt als unnachgiebiger Naturforscher Percy Fawcett in „Die versunkene Stadt Z“. Auch wenn es das Einspielergebnis von ca. 16 Millionen Dollar (bei Produktionskosten von etwa 30 Millionen Dollar) nicht widerspiegelt, hat der Film doch viel positive Resonanz erhalten. Stets im Mittelpunkt standen dabei Hunnams darstellerische Leistungen, mit denen er sich für Höheres empfohlen hat – und ein Reboot eines der größten Kultfilme der jüngeren Filmgeschichte ist definitiv eine Herausforderung!

„Papillon“ war sein Lieblingsfilm

Obwohl er ihn seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hatte, war die 1973er Version von „Papillon“ immer ein Lieblingsfilm von Hunnam gewesen. „Es war mir in meiner Jugend sehr wichtig. Ich hatte ihn viele Male gesehen und das Buch mindestens zweimal gelesen“, erinnert sich der Schauspieler. „Ich habe die Rolle zuerst abgelehnt“, erklärt er. „Aber dann konnte ich nicht aufhören, darüber nachzudenken. Zum Glück hat sich Michael [Noer, Regisseur der Neufassung, Anm. d. Red.] wieder gemeldet und gefragt, ob er ein paar Stunden mit mir verbringen könnte.“

Charlie Hunnam in "Papillon": Eine ganz besondere Herausforderung

Charlie Hunnam mit Regisseur Michael Noer am Set. Foto: Constantin Film

Was ursprünglich als kurzes Gespräch geplant war, entwickelte sich schnell zu einer 14-stündigen Sitzung, in der Michael Noer Hunnam davon überzeugte, die Rolle zu übernehmen. „Er hat mich von dem Gedanken abgebracht, dass dies ein Remake werden würde“, sagt Hunnam.

„Stattdessen war ihm klar, dass er eine brandneue, völlig eigenständige Adaption des Buches machen wollte. Und so wurde unser zweistündiges Treffen zu einer ganztägigen Angelegenheit, und am Ende war klar, dass wir diesen Film zusammen machen würden.“

Charlie Hunnam in "Papillon": Eine ganz besondere Herausforderung

Zwischen Dega (Rami Malek) und Papillon (Charlie Hunnam) entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Foto: Constantin Film

In den Fußstapfen von Steve McQueen

Trotz der Zusicherungen des Regisseurs gibt Hunnam zu, dass der Schritt in eine Rolle, die einer der legendärsten Stars Hollywoods geprägt hat, zunächst sehr schwer fiel. „In gewisser Weise ist dieser Film sehr gefährliches Gebiet für mich“, sagt er. „Ich meine, Steve McQueen hat beim ersten Mal einen fantastischen Job gemacht. Mit ihm kann man einfach nicht konkurrieren. Er ist der Größte aller Zeiten. Um uns den Stoff zu eigen zu machen und uns zu befreien, haben Michael und ich so getan, als gäbe es den Originalfilm nicht.“

Charlie Hunnam in "Papillon": Eine ganz besondere Herausforderung

Papillon (Charlie Hunnam) wagt die Flucht. Foto: Constantin Film

Der Schauspieler weiter: „Durch Michaels frühere Arbeit als Sachbuchautor könnte man sagen, dass er einen anthropologischen Zugang zum Geschichtenerzählen hat. Er nimmt sich zurück und schaut so viel wie möglich zu, und er ist liebt es, wenn die Dinge ein Eigenleben annehmen. Es gab lange Takes voller Improvisationen, und vieles davon schaffte es in den fertigen Film.“

Dass auch Noer nicht glücklicher mit seiner Wahl des Hauptdarstellers sein könnte, macht er ebenfalls sehr deutlich: „Charlie ist ein wilder Schauspieler und ein echter Alphamann“, sagt der Produzent. „Er ist furchtlos – und als wir ihn trafen, hat er uns einfach weggeblasen. Am Ende gab er Papillon eine dreidimensionale Qualität. Das ist etwas ganz Besonderes.“ (CI)

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